Feuilleton & Firlefanz
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Mein Medienmenü - Woche 09/2024 & Tagebuchbloggen
TagebuchEigentlich wollte ich dieses Blog nicht nur dazu nutzen, mein Letterboxd-Profil zu spiegeln. Aber so ist es in den vergangenen Wochen und Monaten trotzdem irgendwie gekommen. Seit ein paar Tagen steuere ich deshalb gegen und halte wieder mehr Dinge fest, die ich im Moment bereichern und aus den verschiedensten Gründen beschäftigen. Mir gefällt immer noch der Gedanke vom Blog als Tagebuch, nur eben ohne diesen verkitschten „Liebes Tagebuch"-Charakter und mehr als Sammlung von Dingen, die ich toll finde, gedacht. Damit möchte ich weiter experimentieren.
Gesehen: Bone Tomahawk (2015)
Filmkritik
Ich hätte nie damit gerechnet, einen Film über die sogenannte Inner Frontier zu bekommen. Aber letztlich geht es hier doch genau darum: die Frage, welche Art von Mensch, welche Art von Mann man sein will. Wer entscheidet, dass etwa das Niederschreiben von Gefühlen der ein gutes Buch in der heißen Badewanne liegend zu lesen nicht mit den Western-Idealen zusammenpasst? Die Reise in die Höhle der Kannibalen ist für die Protagonisten damit auch eine Reise ins eigene Innere. Und dort, gefangen in der Höhle, sagt die Frau den klügsten Satz des ganzen Films: „This is why frontier life is so difficult.
Röyksopp - Eple
MusikGesehen: Priscilla (2023)
Filmkritik
Es ist schon bemerkenswert, wo cool dieser Film einfach ist, zugleich jedoch keine Sekunde der Selbstverliebtheit an den Tag legt und immer im Dienst seiner Figuren steht.
Sofia Coppola nimmt keine Gefangenen. Sie macht von der ersten Szene an klar, dass es ein Machtgefälle gibt, das sich niemals ausgleichen lassen wird. Der Moment, in dem die 15-jährige Priscilla angesprochen wird, ob sie nicht mal zur einer von Elvis’ Partys kommen wolle, erinnert nicht nur zufällig an die Gebaren von Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell.
Elvis will Priscilla nicht lieben, sondern wie einen Gegenstand besitzen. Jedes Kompliment, jede vermeintlich harmlose
Vollbild-Sondersendung zu THE ZONE OF INTEREST
Filme & Serien
Immer wieder stellt sich die Frage, wie und ob man überhaupt angemessen filmisch den Zivilisationsbruch der Shoah darstellen kann. „The Zone of Interest“ zeigt das Unzeigbare wie noch nie zuvor: mit indirektem Horror und erschütternder Nüchternheit.

Patrick Wellinski hat die jüngste Ausgabe des von mir sehr geschätzten Filmmagazins Vollbild auf Deutschlandfunk Kultur gänzlich Jonathan Glazers Ausnahmefilm THE ZONE OF INTEREST (2023) gewidmet.
Gesprochen hat
