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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 161

Nico Semsrott: Brüssel sehen und sterben - Die Show

Nico Semsrott: Brüssel sehen und sterben - Die Show
(c) Nico Semsrott

Die Wahl ins Europaparlament ist wohl gleichzeitig das Beste und das Schlimmste, das Nico Semsrott hätte passieren können. Immerhin haben wir dadurch mehr Aufklärung über den politischen Betrieb in Brüssel bekommen, als es Martin Sonneborn bisher zu leisten vermochte.

Semsrott hat seine sich dem Ende neigenden fünf Jahre als Abgeordneter im Parlament im Buch Brüssel sehen und sterben niedergeschrieben und begleitend dazu eine Bühnenshow auf die Beine gestellt. Den vollen Abend aus dem Berliner Admiralspalast gibt's auf Youtube. Enjoy, es lohnt sich!

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Gesehen: 4 luni, 3 săptămîni și 2 zile (2007)

Gesehen: 4 luni, 3 săptămîni și 2 zile (2007)
(c) Saga Film, Mobra Films, CNC

Mit eindrucksvoll nüchterner Härte zeigt der Film die Realität eines Schwangerschaftsabbruchs – und zwar die, in der weniger die Entscheidung für den Abbruch, sondern die äußeren Umstände den Vorgang zu einer traumatisierenden Erfahrung für die Frau werden lassen. Es gibt die gesellschaftliche Implikation, etwas Falsches und Unmenschliches zu tun. Es gibt ökonomischen Druck oder aufgrund restriktiver Rechtslage erst gar keine andere Möglichkeit, als sich unter widrigsten und zwielichtigsten Umständen einem potenziell lebensgefährlichen Eingriff zu unterziehen.

Entlang dieses Wahnsinns erzählt Cristian Mungiu sehr klug über die Lebensrealität in faktisch nicht postsowjetischen, aber der damaligen Sowjetunion einst nahestehenderen Ländern, in denen die bis

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Gesehen: The Dreamers (2003)

Gesehen: The Dreamers (2003)
(c) Plaion Pictures

Das ist ein Film, der sich für mich nicht so angefühlt hat, als ob er selbst als Argument in eine Debatte mit einsteigen will, sondern vielmehr selbst das Spielfeld einer Debatte darstellt. Es scheint, als ob der Film stets damit beschäftigt ist, Beweise für die eigenen Behauptungen zu sammeln und gleichzeitig immer darum bemüht ist, sich selbst zu widerlegen.

Es ist ein Film, der aufreibt und die französischen Kinogötter in Frage stellt. War das Kino der 1960er nicht mehr als ein Papiertiger? Waren Godard und Co. letztlich mehr damit beschäftigt, Wasser auf die eigenen Mühlen zu geben, statt wirkliche

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The Canvas: „The Art of Interpreting Art“

The Canvas: „The Art of Interpreting Art“
(c) Sean Grenier, The Canvas

Ein paar meiner Deutschlehrer*innen würden ob dieses Videos bestimmt ein paar Synapsen durchbrennen, so streng haben sie sich an den horizontbeschränkten Vorgabenkatalog bei Interpretationen gehalten.

Meine Philosophie heute: Natürlich kann das Wissen um die Lebensumstände Kunstschaffender eine neue Verständnisebene bei der Rezeption des Kunstwerks öffnen. Aber genauso gut gibt es eine Ebene, auf der die Intentionen der Schöpfer*innen völlig egal und es viel interessanter ist, was uns die Kunst etwa über unsere Gegenwart sagen kann.

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Gesehen: In My Room (2018)

Gesehen: In My Room (2018)
(c) Pandora Film Verleih

Ulrich Köhler treibt Trauer als isolierende Erfahrung auf die Spitze. Seine Hauptfigur sieht sich dadurch jedoch in einer Situation, in der ökonomische Zwänge, gesellschaftliche Erwartungen und familiäre Verpflichtungen plötzlich gar keine Rolle mehr spielen. Er ist frei, kann loslassen – und verpasst es dabei, seine Trauer wirklich zu verarbeiten, seine Rolle als Mensch und Mann zu reflektieren.

Denn als plötzlich die Frau auftaucht, scheint für ihn klar zu sein, dass sie bei ihm bleibt. Es steht gar nicht zur Debatte, sich gemeinsam ein neues Domizil zu suchen. Sie lernt Deutsch, obwohl beide auch Englisch können. Sie ist es, die schwanger

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