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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 146

Gesehen: Close to Vermeer (2023)

Gesehen: Close to Vermeer (2023)
(c) NEUE VISIONEN

Ein Werbefilm? Ja, klar. Aber eben schon einer, der in der Lage ist, auch mal einen Schritt zurückzugehen und wirklich zu beschreiben, was Johannes Vermeer so ausgemacht hat, warum er bis heute eine so exponierte Stellung in der Geschichte der Malerei einnimmt, wie die Wissenschaft Kunstgeschichte eigentlich funktioniert und mit welchen Herausforderungen sie sich heutzutage konfrontiert sieht.

Dabei geht es um so viel mehr als die wohl niemals endgültig klärbare Urheberschaft eines Werkes. Es geht auch um diesen perversen Auswuchs, der sich Kunstmarkt nennt. So darf sich Junge Frau am Virginal nicht nur in der Privathand von Thomas Kaplan

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Gesehen: Earth Mama (2023)

Gesehen: Earth Mama (2023)
(c) A24

Ich bin schwer davon beeindruckt, wie ruhig dieser Film ist und wie selbstbewusst er in sich ruht, obwohl das Geschehen absolut eskalierende Wut rechtfertigen würde.

Wir sehen also hier eine sehr zurückhaltende, dadurch aber nicht weniger scharfe Untersuchung eines vermeintlichen Absicherungssystems, das letztlich doch dafür geschaffen wurde, genau die verlieren zu lassen, denen auf den Papier geholfen werden soll.

Schon sehr früh im Film braucht es nur wenige Sätze, um darzulegen, dass dem so ist. Wir sehen eine hochschwangere junge Frau, die offenbar aufgrund ihres Drogenkonsums in der Vergangenheit ihre beiden Kinder nur unter Aufsicht für eine Stunde

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Kopenhagen belohnt klimafreundliche Tourist*innen

Kopenhagen belohnt klimafreundliche Tourist*innen
(c) VisitCopenhagen

Wie cool ist das denn? Wer sich als Tourist*in klimafreundlich durch Kopenhagen bewegt, wird dafür belohnt – zum Beispiel mit einem kostenlosen Kaffee im Park, einem Freigetränk in der coolen Rooftop-Bar oder einem Workshop zu plastischer Kunst in der Nationalgalerie.

Das Projekt nennt sich CopenPay und soll zunächst vom 15. Juli bis zum 11. August getestet werden. Geht sich das alles aus, soll daraus ganzjähriger Standard werden.

Earn rewards at Copenhagen attractions ranging from a free lunch or a cup of coffee to a kayak tour or even a free entrance to a museum. All you need to do is,
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Zum Zustand und der Prioritätensetzung der ARD-Mediathek

Zum Zustand und der Prioritätensetzung der ARD-Mediathek
(c) ARD Design

Heute ab 20.15 Uhr ist EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE verfügbar. Darauf wird in der Pressemitteilung zu den Juli-Highlights auf neunter Position hingewiesen. Aufgemacht wird mit REHRAGOUT-RENDEZVOUS.

ARD Mediathek - Die Highlights im Juli 2024
München (ots) - Rehragout-Rendezvous (ARD Degeto/BR) Spielfilm (120 Min.) Ab 22. Juli 2024 | in der ARD Mediathek Lineare Ausstrahlung: 22. Juli 2024 | 20:15 Uhr | Das Erste…
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Gesehen: Mars Express (2023)

Gesehen: Mars Express (2023)
(c) capelight pictures

Ein ganz fantastischer Film, der nicht nur mitreißend inszeniert und präzise erzählt ist, sondern auch nur so vor kleinen cleveren Ideen strotzt, die sich zu einer vielschichtigen und vor allem glaubhaften Welt zusammenfügen.

Wo andere Science-Fiction heillos mit unausgegorenen Ideen überfrachtet ist, übt sich MARS EXPRESS fast schon in Understatement. Und diese selbstsichere und durchdachte Zurückhaltung hat mich total vereinnahmt.

Abseits dieser wirklich starken Form hat MARS EXPRESS für mich auch auf der allegorischen Ebene alle Register gezogen. Letztlich lässt sich dieser Thriller im Kontext des Wiedererstarkens rechtsextremer Kräfte lesen, deren Akteur*innen mit Ausgrenzung und Othering immer festeren

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Gesehen: My Girl (1991)

Gesehen: My Girl (1991)
(c) Plaion Pictures

Anna Chlumskys Vada steckt in einem Leben, das seit dem Moment ihrer Geburt von Unsicherheit und Tod geprägt ist – nicht ganz ungleich den USA des hier abgebildeten 1972 nach ersten sexuellen Befreiungsschlägen, einer „überlebten“ Amtszeit Richard Nixons und der weiterhin realen Einzugsgefahr wegen des nach wie vor wütenden Vietnamkrieges. Die Geschichte der USA resoniert in Vadas Erleben. Das mag hier zwar sehr einfach angeordnet sein, aber niemals einfältig. Dafür aber auch sehr schwülstig inszeniert.

Wirklich beeindruckt hat mich Anna Chlumsky, die hier in ihrer ersten richtigen Rolle auftritt. Keine*r in diesem Film ist ihrer schauspielerischen Leistung gewachsen. Sie

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