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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 141

Gesehen: The Quiet Girl (2022)

Gesehen: The Quiet Girl (2022)
(c) NEUE VISIONEN
Viele Menschen verpassen die Chance, nichts zu sagen und verlieren dabei viel.

Was für ein bemerkenswerter kleiner Film das ist… Dieses Mädchen namens Cáit zu erleben, die ihr ganzes Dasein darauf ausgerichtet hat, zu verschwinden, die Blicke anderer Menschen durch sich durchgehen zu lassen, nicht gehört zu werden, bloß keine Angriffsfläche zu bieten, das hat mir das Herz gebrochen.

Cáit hat in ihrem Leben noch keine Sekunde familiäre Liebe erfahren. Als sie über den Sommer bei der Verwandtschaft abgesetzt wird, sind es die kleinen, vermeintlich belanglosen Gesten, die sie völlig überfordern. Cáit hat bisher in einer Welt gelebt,

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Gesehen: Introduction (2021)

Gesehen: Introduction (2021)
(c) Grandfilm

Was war, was ist, was wird… Mit wem es war, mit wem es ist, mit wem es wird… Und wie wird es – nach eigenen Erwartungen oder doch fremdbestimmt? Das sind absolut keine belanglosen Fragestellungen, aber sie fühlen sich hier einfach arg beliebig angeordnet an. INTRODUCTION wirkt auf mich im Vergleich zu Hong Sang-soos vorherigen und nachfolgenden Arbeiten unausgegoren, wie ein Film im Findungsprozess, der aber bis zum Schluss zu keiner wirklichen Antwort kommt oder zumindest interessante Denkräume aufstößt.

★★☆☆☆

KR, R: Hong Sang-soo, D: Shin Seok-ho, Park Mi-so, Kim Young-ho, Ye Ji-won, Gi Ju-bong, Seo Young-hwa, Kim Min-hee, Cho Yun-hee, Ha
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Javier Milei schächtet den argentinischen Film

Javier Milei schächtet den argentinischen Film
(c) The New York Public Library / Unsplash

Der rechtslibertäre Javier Milei will sich und seiner Kaste die lästige Kunst vom Hals schaffen. Auch der argentinische Film blutet deshallb heftig. Peter B. Schumann hat sich für Vollbild auf Deutschlandfunk Kultur unter anderem genauer angeschaut und umgehört, was der von Milei auf dem Chefposten des Instituto Nacional de Cine y Artes Audiovisuales installierte Carlos Pirovano bisher angerichtet hat:

Der Filmkritiker Luciano Monteagudo erläutert die Folgen: „Pirovano hat mehr als 700 Angestellte entlassen und ganze Abteilungen geschlossen. Die Filmbüros und die diversen Außenstellen der staatlichen Filmhochschule im ganzen Land wurden dichtgemacht. Es gibt weder eine staatliche Förderung für die Produktion
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Mein Medienmenü - Woche 30/2024 & Kontraste

Mein Medienmenü - Woche 30/2024 & Kontraste
(c) davisuko / Unsplash

Zehn Tage habe ich für Bov Bjergs Serpentinen gebraucht. Für meine Verhältnisse war das ein regelrechtes Verschlingen. Ich habe mich dem Stoff so unglaublich nah und gleichzeitig unendlich fern gefühlt – es war auf faszinierende Art und Weise irritierend.

Irritierend war auch die Qualität so mancher Filme, aber ein bisschen Schwund ist halt immer... Und es bereitet mir ja auch Spaß, auseinanderzudröseln, warum nun ein Film gerade nicht für mich funktioniert hat.

Filme

Serien

  • nischt

Bücher

  • fertig gelesen: Serpentinen
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Gesehen: Mean Girls (2024)

Gesehen: Mean Girls (2024)
(c) Paramount Pictures Germany

Hat Tina Fey auch nur einmal mit Menschen gesprochen, aus deren Leben sie hier erzählen will? Eine ihrer beiden Töchter wäre doch eine Option gewesen. Aber entweder ist das nie passiert oder sie hat nichts davon für voll genommen. Das MEAN GIRLS-Remake ist nämlich super von oben herab geschrieben und total aus der Zeit gefallen.

Damit meine ich nicht diese hier porträtierten toxischen Gruppendynamiken. Deren Authentizität kann ich von hier aus nur schwer beurteilen. Das Drehbuch interessiert sich auch sträflich wenig für sozioökonomische Faktoren und macht es so nicht unbedingt leicht, diese Welt überhaupt nachvollziehen zu können.

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Wolfgang M. Schmitt über HILLBILLY ELEGY: „Was lehrt der Film über JD Vance und Trump?“

Wolfgang M. Schmitt über HILLBILLY ELEGY: „Was lehrt der Film über JD Vance und Trump?“
(c) Netflix

Wolfgang M. Schmitt arbeitet schön heraus, wessen Geistes Kind eigentlich J. D. Vance ist. Spätestens danach überrascht es dann auch nicht mehr, warum der einstige Kritiker Trumps nun als dessen Running Mate im US-Präsidentschaftsdwahlkampf mitmischt. (Ich selbst fand die Netflix-Verfilmung von Vances Roman auch ziemlich dürftig, könnte heute aber auch gar nicht mehr in Worte fassen, warum eigentlich. Es ist einfach kaum etwas hängengeblieben.)

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