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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 131

Gesehen: Jugend - es ist kompliziert (Staffel 1, 2024)

Gesehen: Jugend - es ist kompliziert (Staffel 1, 2024)
(c) ZDF, Frank Dicks, [M] FeedMee

Stefan Stuckmann of Eichwald, MdB-Fame hat eine neue Serie namens Jugend - es ist kompliziert. Seit ein paar Tagen steht sie bereits beim ZDF in der Mediathek und ich habe sie mir komplett angesehen. Thomas Schubert ist sowieso immer ein gutes Argument für etwas. Seine Figur ist mein Highlight der Serie – und das nicht nur, weil ich viel von ihm bei aller Überzeichnung auch in mir sehe. Zuallererst macht es nämlich einen Heidenspaß, ihm beim Spielen zuzuschauen. Schubert bewegt sich mit einer unglaublichen Leichtigkeit zwischen einer intentionalen Künstlichkeit und lockeren Natürlichkeit hin und her. Eigentlich gilt das auch für

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Franz Rogowski im Hotel Matze

Franz Rogowski im Hotel Matze
(c) Hotel Matze, Mit Vergnügen

Ich sag's mal so: Hotel Matze ist aus mehreren Gründen einfach nicht mein Fall. Was – oder hier besser: wer – jedoch genau mein Fall ist, ist Franz Rogowski. Es gibt derzeit wohl kaum einen deutschen Schauspieler*in mit einer derart interessanten Filmografie. Ich habe mir die 138 Minuten gegeben und bin faszniniert davon, aus welcher Perspektive er auf die Welt blickt und mit welcher Klarheit er über Kunst und künstlerischen Ausdruck redet.

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Gesehen: Late Night with the Devil (2023)

Gesehen: Late Night with the Devil (2023)
(c) capelight pictures

Will zum Glück erst gar nicht der neue NETWORK (1976) sein. Zwar nimmt er sich auch die Sendenden zur Brust, aber für mich war das viel mehr Kritik am Publikum als am Medium. Letztlich wirft der Film Medienkonsument*innen vor, ganz bewusst die eigene Ambiguitätstoleranz immer und immer weiter wachsen zu lassen und damit immer unkritischer zu werden. Das fängt bei produzierter Wahrheit im Reality-TV an, geht bei total authentischen Anekdoten in Late-Night-Talkshows weiter und läuft als massiv editorialized News à la CNN oder Fox News mit verheerenden gesellschaftlichen Folgen aus dem Ruder. Fakten sind von Gefühlen abgelöst worden.

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Gesehen: Lawrence of Arabia (1962)

Gesehen: Lawrence of Arabia (1962)
(c) Plaion Pictures

Es ist schon verrückt, diesen absurden Aufwand zu sehen – die Set Pieces, die schiere Menge an Statisten und Tieren, die alle orchestriert werden müssen, das ist schon beeindruckend. Natürlich ist der Film aufgrund seiner zahlreichen Rassismen zu kritisieren. Zwar müht sich das Drehbuch redlich daran ab, vor allen Dingen Arroganz, Hybris, Anmaßung und Anspruchsdenken der britischen Kolonialmacht nach allen Regeln der Kunst zu zerlegen. Doch das gewährt noch lange keine Absolution.

Gefallen hat mir die Vielschichtigkeit, mit der hier der geopolitische Clusterfuck in der arabischen Welt zu dieser Zeit kartografiert wird. Denn der Mechanismus, Völkern letztlich den Zugang zur

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Gesehen: Rebel Ridge (2024)

Gesehen: Rebel Ridge (2024)
(c) Netflix

Die Spannung, die Jeremy Saulnier zu erzeugen vermag, ist wirklich phänomenal dicht. Mit REBEL RIDGE beweist er obendrein, dass seine Art des Spannungskinos noch nicht ausgeschöpft ist, sondern es noch viele Facetten gibt, die es weiter zu erkunden gilt.

Hier nutzt er systemische Unwuchten, Fehlkonstruktionen und Ungerechtigkeiten, um daraus Spannungsmomente zu erzeugen. Es ist unser Wissen um gesellschaftliche, politische und ökonomische Realitäten, die hier eine Vielzahl von Szenen bereits bis kurz vor den Zerreißpunkt spannt, bevor die Figuren auch nur einen Satz gesprochen oder sich wirklich zueinander verhalten haben. Erst danach brechen sich die individuellen Konflikte Bahn.

In

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Studie: Umweltzonen haben etwa 23.000 Fälle diagnostizierter Depressionen verhindert

Studie: Umweltzonen haben etwa 23.000 Fälle diagnostizierter Depressionen verhindert
(c) Alexei from Pixabay

Gerade bei den Kolleg*innen von MDR Wissen auf diesen Text über eine spannende gemeinschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gestoßen.

Offenbar besteht ein kausaler(!) Zusammenhang zwischen der Einführung von Umweltzonen in Deutschland und der Zahl diagnostizierter Depressionen und Angststörungen.

Aus der korrespondierenden Pressemitteilung:

Durch die kombinierte Verringerung von Feinstaub und Stickstoffdioxid verbessert sich die mentale Gesundheit erheblich. Die bessere Luftqualität senkt das Risiko einer diagnostizierten Depression um 3,5 Prozent. In den erfassten Gebieten bedeutet dies, dass die Inzidenz von 6,7 auf 6,5 Prozent sinkt. Ebenso reduziert sich das Risiko einer
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