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JP · R: Hirokazu Kore-eda · D: Haruka Ayase, Masami Nagasawa, Kaho, Suzu Hirose, Ryō Kase, Ryōhei Suzuki · Trailer · Letterboxd · IMDb · JustWatch · Wikipedia

Es ist die selbst noch heranwachsende Halbschwester, die den drei bereits erwachsenen Schwestern ermöglicht, selbst einen Teil der eigentlich vergangenen Kindheit und Jugend noch einmal zu erfahren, nachzuholen, zu vollenden. Nun, nicht mehr getrieben davon, erwachsen werden zu müssen, scheinen sie sich zum ersten Mal richtig Fragen danach stellen zu können, was sie sich vom Leben erhoffen, wovon sie träumen dürfen, wovon sie sich lösen können und was/wem sie vielleicht zu Unrecht nachgetrauert haben.

Sehr einfühlsam beobachtet ist die Rolle des Hauses, in dem erst die drei, dann die vier Schwestern zusammenleben. Denn das ist nicht nur ein austauschbares Dach überm Kopf oder zweckdienliches Erbstück, es ist Protagonist mit klarem Profil und gewissermaßen selbst eine der Schwestern, Teil der Familie. Ein Ort der Geborgenheit und der Urteilsfreiheit.

Ich liebe, wie Hirokazu Kore-eda all das mit einer unendlich behutsam durch die Szenen gleitenden Kamera einfängt. Fast nie bewegt sie sich in den Raum hinein oder hinaus, vollzieht nur elegante Parallelbewegungen. Aber genau dadurch, durch den entstehenden Parallax-Effekt, entsteht eine räumliche Tiefe, die die emotionale Tiefe andeutet und behutsam unterstreicht.

★★★★☆