Aktuell (noch) vor der Paywall: Ronen Steinke von der Süddeutschen Zeitung spricht im Podcast mit Christina Clemm. Clemm berät aktuell Collien Fernandes, aber der ist nur mittelbar Thema der Folge, die sich in allererster Linie um das System dreht, in dem Fälle wie eben jener (immer wieder) passieren.
Christina Clemm berichtet im Gespräch mit Ronen Steinke, dass sie inzwischen mehr Mut bei ihren Mandantinnen beobachtet. Das habe auch mit dem Fall von Gisèle Pelicot zu tun, die vor Gericht sagte: „Die Scham muss die Seite wechseln.“ Seitdem sagen laut Clemm viele Frauen: „Ich will, dass er wenigstens einmal Angst kriegt. Dass es Ermittlungen gegen ihn gibt, dass ich das Schweigen breche. Dass er weiß, ich lasse mir das nicht einfach so gefallen.“

Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst, auch in deinem Postfach!
Der große Alexander Kluge ist tot. Im Deutschlandfunk Kultur hat Moritz Holfelder einen absolut treffenden Einstieg in die schwere Aufgabe eines Nachrufs gefunden.
Es bräuchte sieben Nachrufe für Alexander Kluge, die seinen sieben Hauptbeschäftigungen gerecht würden, als promovierter Rechtsanwalt, Filmemacher, Schriftsteller, Publizist, Fernsehproduzent, Philosoph und unermüdlicher Netzwerker zwischen allen Welten und Medien, alten und neuen, weit entfernten und den ganz Nahen.

Das interkulturelle (und großartige) Radio Cosmo steht weiterhin leider nur auf wackeligen Beinen. Bisher ist Cosmo ein Gemeinschaftsprodukt von WDR, Radio Bremen und RBB. Nun scheint der aktuelle Reformstaatsvertrag zur Folge zu haben, dass letzterer aussteigen muss. „Stattdessen sollen Fremdsprachen-Sendungen ins Programm des RBB-Kultursenders Radio3 integriert werden“, paraphrasiert Turi2 aus einem Bericht des KNA Mediendienstes. Wer den Medienbetrieb interessiert beobachtet, weiß natürlich, dass das in der Realität bedeutet, dass da genau gar nichts integriert werden wird.

OpenAI stampf den hauseigenen Videoslop-Generator Sora wieder ein. Über diesen Schritt munkelte die US-amerikanische Techpresse schon seit Wochen, überraschend kam das also nicht unbedingt. Ein Nebeneffekt dieser ganzen Geschichte ist, dass Disney dehalb aus einem Deal mit OpenAI wieder aussteigt. Der umfasste ämlich nicht nur die Nutzungserlaubnis für ausgewählte Disneyfiguren, sondern auch die Zusage eines Investments in OpenAI in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Daraus wird jetzt also nichts und ich hoffe, dass OpenAI damit zumindest ein bisschen der in unerreichbarer Entfernung zur Gewinnzone liegende und mit Fantasiegeld finanzierte KI-Arsch auf Grundeis geht.

Drüben empfahl ich diese Woche noch Laura Poitras' ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED. Den mochte ich damals™ sehr und aktuell ist er noch bis zum 15. Juni 2026 bei Arte in der Mediathek.

Ebenfalls drüben haben wir uns diese Woche anlässlich des Kinostarts von PILLION mit Kink im Kino beschäftigt. Ich habe David Cronenbergs CRASH beigesteuert. Der tanzt zwar etwas aus der Reihe, hat aber aus aufgeschriebenen Gründen in dieser Aufzählung auch eine Daseinsberechtigung.







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