Funktioniert für mich als Film über die Monotonie des Alltags und der Arbeit, über das Ersticken inmitten der kapitalistischen Logik, über die Alltäglichkeit der Gewalt und die Indifferenz ihr gegenüber, weil sie in (unsere) fremdbestimmte Leben drängt, die sowieso nicht als erfüllend betrachtet werden.
Das ist der Abgrund, mit dem uns Kiyoshi Kurosawa konfrontiert – und mit der permanent unter dem Film schwelenden Tatsache, dass diese Gewalt vielleicht auch in jedem einzelnen Menschen angelegt und deshalb unausweichlich ist, ihr nur die richtige Tür in unserem Unterbewusstsein geöffnet werden muss, um einen Exzess zu entfesseln.
Die Gewalt steht hier außerdem klar für ein der kapitalistischen Gesellschaftslogik inhärentes Eskalationspotenzial, für ein Ausbrechen aus dem Trott, aus den immer gleichen Abläufen im Dienste der Erträge anderer.
Die Gewalt ist Erlösung, Genugtuung, verbotene Frucht, verführerisch, erotisch und das Monster in uns allen zugleich.
★★★★½
Comments