Krieg ist schlimm. Im Krieg gibt es (fast) nur Verlierer*innen – sowohl in den Schützengräben und Schlachtfeldern als auch weiter hinter den Frontlinien, zu Hause unter den Frauen und Kindern. COLD MOUNTAIN verpackt das in einen irritierenden Versuch der Entpolitisierung oder gar der Reinwaschung des (Bürger-)Krieges. Ob das wirklich das Ansinnen war, sei mal dahingestellt. Aber es fällt schon auf, dass zentrale Kriegsmotive wie die Sklaverei durch einen Halbsatz im Voiceover aus dem Weg geräumt werden. Schlimm sind auch die Figuren, die allesamt nur zu Gast scheinen in dieser Welt, aber nicht darin leben. Der Film ist durch die Bank fehlbesetzt.
★½☆☆☆
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