Das Sujet des Films über das Filmemachen ist für mich oft einfach nur ein anstrengendes und masturbatorisch anmutendes, das dann auch noch oft von ziemlich viel Selbstherrlichkeit erdrückt wird. Bei Richard Linklater legt sich hingegen ein Hauch von (Selbst-)Ironie über den gesamten Film.

Was ich bei Christopher Nolans OPPENHEIMER noch abwertend „historisches Puppentheater“ genannt habe, wird bei Linklater mit interstitiellen Porträtaufnahmen inklusive Bauchbinden immer wieder ironisch zugespitzt.

NOUVELLE VAGUE ist keine Liebeserklärung an das Kino oder an Filme, sondern eine Liebeserklärung an die, die von Kino und Film besessen sind. Es ist eine Fetischisierung der Fetischisten, die sich mit präzise gesetztem Augenzwinkern immer wieder gerade rechtzeitig vor dem Abgleiten in die Selbstbeweihräucherung rettet.

★★★½☆

Ab 12. März 2026 in den deutschen Kinos.

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