Gesehen: Crimes of the Future (1970) - Mit dem Zeh ins kalte Wasser
FilmkritikCronenbergs Ideen sind alle da, aber durch das filmische Milchglas einfach nicht gut genug zu sehen.
Das Zersetzen der eigenen Psyche, das Hinterfragen der eigenen Körperlichkeit und das Infragestellen des eigenen Körpers, die Fetischisierung selbstzerstörerischen Verhaltens – Cronenberg nimmt hier klar Anlauf für sein Schaffen in den Jahren und Jahrzehnten danach. Aber dann tippt er mit diesem Film doch nur vorsichtig die Spitze seines linken kleinen Zehs in das kalte Wasser.
Das größte Problem des Films ist meiner Meinung nach, dass er viel zu sehr damit beschäftigt ist, nebulös zu wirken, Milchglas einzuziehen, seine Spuren zu verwischen. Dabei verliert er jedoch schnell aus den Augen, was er eigentlich versucht, zu verschleiern. Das Fundament ist lediglich ein sehr grobes Gedankenexperiment.
Das hat sicherlich auch budgetäre Gründe, aber die gilt es ja durch geschicktes Verschleiern zu überwinden, ohne dabei gleich seinen ganzen Film zu ersticken.
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