Dass den Russos bei einer in den 1990ern spielenden Geschichte nichts anderes einfällt, als ein paar abgegriffene Needle-drops über in elend ausgewaschene Bilder verpackte 08/15-Action zu stülpen...
Man muss es sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass die Russos trotz Simon Stålenhags eindrücklicher visueller Vorlage praktisch keine hängenbleibenden Motive schaffen konnten. Extrem viel fußt dazu auf visuellem Humor, der nach zwei, drei Gags sich dann auch schon totgelaufen hat. Der Film verkennt das Spannungsfeld, das Simon Stålenhags retrofuturistische Illustrationen zwischen nostalgischer Magie und unheimlicher Anthropomorphisierung erzeugen.
Alles, was hier an Themen hinsichtlich Robotik und Transhumanismus konkret formuliert wird, ist eiskalter Kaffee und die finale, stumpf ausformulierte Botschaft reduziert nicht aufs Wesentliche, sondern trivialisiert und banalisiert die Rolle von Technologie in vernetzten Gesellschaften.
★☆☆☆☆
