Filme. (Netz-)Kultur. Medien. Undso. 🖖 Von André Pitz.

Gesehen: Magpie (2024) - Auf fragwürdigem Pflaster

André Pitz

Zeichnet patriarchale Ausbeutung im Gewand eines ziemlich passabel gespielten Psychothrillers nach. Ich finde jedoch, dass hier nicht immer die Balance gelingt. Viele mit der Brechstange angelegte Momente überschatten zu oft nuanciertere Augenblicke, die dadurch einfach zu schnell in den Hintergrund gedrängt werden.

Immerhin: Ab einem gewissen Punkt ist allen, die in ihrem Leben schon mal den ein oder anderen Psychothriller gesehen haben, klar, wie die Reise wohin geht. Aber es ist konsequent inszeniert und serviert ein befriedigendes Ende.

Aber: Trotzdem begibt sich der Film auf moralisch fragwürdiges Pflaster. Denn seine Rachefantasie verwässert der Film mit dem Setup von Daisy Ridleys Figur, der ein manisch-obsessiver Background samt medikamentöser Intervention verpasst wird. So wird aus messerscharfer Vergeltung ein transgressiver Akt einer „Verrückten". Damit ist der Film zumindest moralisch nicht besser als die Männerfiguren, die er zu kritisieren versucht.

★★★☆☆

🇬🇧/🇺🇸, R: Sam Yates, D: Daisy Ridley, Shazad Latif, Matilda Lutz, Hiba Ahmed, Alistair Petrie, Pippa Bennett-Warner, Cherrelle Skeete, Trailer, Wikipedia

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