Gesehen: The Immigrant (2013)

Es ist so schade, weil ich nicht finde, dass James Gray seinen eigenen Figuren richtig zu fassen bekommt. Bis zuletzt will es nicht so recht gelingen, abseits der an der Oberfläche des Films liegenden Themen eine Vorstellung davon zu vermitteln, wo seine Figuren herkommen, wo sie stehen in dieser Welt und wohin sie wollen. Alles wirkt zu reduziert auf die ausbeuterische Dynamik im Zentrum des Films, die größtenteils nur dem Selbstzweck dient und darüber hinaus wenig erzählt…
…bis auf die implizite Abrechnung mit dem Amerikanischen Traum, dessen Mythos James Gray hier übersetzt. Vielleicht kann es ja wirklich jede*r mit ausreichend harter Arbeit schaffen – wenn man Ausbeutung auf physischer und psychischer Ebene mit einpreist und sich mit einem System abfindet, das nicht das geringste Interesse daran hat, sozialen und ökonomischen Aufstieg wirklich möglich zu machen.
★★★☆☆
