Richard Brody nutzt im New Yorker Quentin Tarantinos gebetsmühlenartig immer wieder betonten Abgang nach zehn Filmen und Steven Soderberghs Rückzug aus dem System Hollywood, um zwei grundverschiedene Perspektiven auf Kino herauszuarbeiten: „The differing approaches that Soderbergh and Tarantino take to the very notion of cinema retirement set up an artistic dichotomy that both puts their individual careers into an illuminating perspective and reflects two defining ideals of the art of movies.“

A Few Thoughts on Quentin Tarantino’s Plan to Retire
The director has said that his tenth film will be his last. What does this mean for his cinematic legacy?

Ein kleines Kuriosum aus Hollywood hat Natasha Chen für CNN ausgegraben: Zum ersten Mal seit zehn Jahren wird es in den USA wieder einen Stripclub geben, dessen Tänzerinnen sich gewerkschaftlich organisieren. Die Arbeiterinnen vertreten wird die Actors' Equity Association (AEA), in der sich eigentlich Theaterdarsteller*innen organisieren. AEA-Präsidentin Kate Shindle sagte laute CNN: „Strippers are live entertainers. While some elements of their job are unique, they are essentially performance artists, and have a lot in common with other Equity members who dance for a living[...].” Großartig!

https://edition.cnn.com/2023/05/16/business/strippers-union/index.html


Sam Altman ist Chef von OpenAI, der Bude hinter ChatGPT und DALL·E. Und in dieser Funktion stand er jüngst einem Sentsunterausschuss für Justiz Rede und Antwort – und bettelte offenbar regelrecht darum, von staatlicher Seite aus reguliert zu werden. Ashley Gold und Ryan Heath analysieren für Axios: Vielleicht geht es Altman gar nicht so sehr darum, ob der rasanten Entwicklung sogenannter künstlicher Intelligenzen gesellschaftlichen Schaden abzuwenden, sondern viel mehr um die Zementierung seines Marktvorsprungs. Klingt trotzdem wie der Moment, in dem die Dystopie unabwendbar wurde.

https://www.axios.com/2023/05/17/ai-leaders-sam-altman-regulate-senate