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Filme & Serien

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Zwei Briefe zum Abschied - Laura Dern und Kyle MacLachlan über David Lynch

Zwei Briefe zum Abschied - Laura Dern und Kyle MacLachlan über David Lynch
Laura Dern, David Lynch und Kyle MacLachlan auf der Premiere von „Twin Peaks: The Return" // (c) Gallagher - A Creative Experience Agency unter CC BY 3.0

Der Tod von David Lynch hallt nach. Ich habe noch sehr viele Texte – weitestgehend aus der filmanalytischen Ecke stammend – über ihn und seine Kunst im Browser offen, die ich bisher noch nicht lesen konnte. Aber zunächst möchte ich diese berührenden, ehrerbietigen Texte, geschrieben von Lynchs langjährigen Weggefährt:innen Laura Dern und Kyle MacLachlan.

As I sit here frozen, trying to put words to all that I feel about David Lynch on his birthday, I keep thinking that it’s too soon — too soon to express what I’m feeling, all while heartbreak surrounds us in our city right now.

Too soon to navigate through this grief or to sum up art’s greatest dreamer, as well as my dearest friend. As I think about how he lived, by truly diving into the unconscious, I reflect on his book “Catching the Big Fish” and how he wrote that catching ideas was like fishing. The extraordinary Isabella Rossellini (who I share in this life, thanks to David) recently reminded me that David always considered ideas like fragments that come to us and that by trusting them, we follow those ideas “like a seed.” So today, David, on your birthday, I will write you a love letter of fragments. Like meditation, I will remember our story by allowing all the delicious, awe-filled moments to float in, and I will try to reach toward them.

-Laura Dern in der Los Angeles Times

Laura Dern’s letter to David Lynch: You wove L.A. into our dreams
The Oscar-winning actor reflects on a lifetime of work with the filmmaker, with whom she collaborated on ‘Blue Velvet,’ ‘Wild at Heart’ and ‘Inland Empire.’
In our work together, he entrusted me with carrying these things in his mind out into the world. To bring them to life. So onscreen I might have been his avatar. But he was also mine. He was the floating presence on my shoulder that told me I could do it.

I was willing to follow him anywhere because joining him on the journey of discovery, searching and finding together, was the whole point. I stepped out into the unknown because I knew David was floating out there with me.

-Kyle MacLachlan in der New York Times

Opinion | Kyle MacLachlan: How David Lynch Invented Me
How could words possibly do justice to an experience like that?

Inside the Archive: Wie das British Film Institute Kultur konserviert

Inside the Archive: Wie das British Film Institute Kultur konserviert
Das IMAX-Kino des BFI in London // (c) Robert Aleck unter CC BY-SA 2.5

Den Youtube-Kanal des British Film Institutes habe ich abonniert, weil dort regelmäßig interessante Gespräche mit Filmschaffenden hochgeladen werden. Ab und zu gibt es auch eine Ausgabe von „Inside the Archive" – kompakte Videos, die dokumentieren, wie genau das BFI (britische) Filmkultur konserviert.

Für die Archivierung mancher Filme etwa braucht es spezielles Equipment – Equipment, das längst nicht mehr zu bekommen ist und für das es entsprechend auch keine Ersatzteile mehr gibt. Hier kommt ein 3D-Drucker ins Spiel, den sich das BFI angeschafft hat, um die Maschinen auch künftig am Laufen zu halten.

Die ganze Playlist mit weiteren Insights, wie zum Besiepiel zum Reinigungsprozess bei alten Filmrollen, zur Archivierung von Netflix-Titeln oder der Tonrestaurierung gibt's hier.

Natürlich geht keines der Videos aufgrund der Kürze sonderlich weit in die Tiefe. Aber ich finde, es ist eine gute Möglichkeit, ganz snackable einen Einblick in die wichtige Arbeit von Institutionen wie dem BFI zu erhaschen.

Ein Appell nach zehn Jahren Filmlöwin

Ein Appell nach zehn Jahren Filmlöwin
(c) Mandy Henry / Unsplash

Es schmerzt, diese schonungslos ehrlichen Zeilen von Filmlöwin-Gründerin Sophie Charlotte Rieger zum zehnjährigen Bestehen des feministischen Filmmagazins zu lesen. Denn ich selbst bin auch seit ein paar Jahren Leser und schätze die von den Autor:innen dort aufgezeigten Perspektiven sowie deren Expertise enorm.

10 Jahre FILMLÖWIN - und (k)eine Party - Filmlöwin
Zehn Jahre FILMLÖWIN - wir haben viel erreicht und stehen trotzdem vor dem Aus. Nur mit euch kann es weitergehen.

Ein Projekt aus schierer Leidenschaft ehrenamtlich umzusetzen, ist die eine Seite. Auf der anderen stehen ökonomische Realitäten, die dazu führen, dass sich nur wenige dieser Leidenschaft in diesem Umfang Zeit einräumen können.

Ich sehe das ja schon hier bei mir in meinem ganz bescheidenen und längst nicht so ambitionierten Blog. Wäre es mir finanziell möglich, würde ich nichts anderes machen, als hier den ganzen Tag lang coolen Kulturkram zu verbloggen. Aber das kann ich mir nicht leisten – daraus ein richtig professionelles Magazin wie eben die Filmlöwin eins ist aufzuziehen schon gar nicht.

Sophie Charlotte Rieger schreibt...

Der Großteil des FILMLÖWIN Rudels arbeitet ehrenamtlich und daher nach eigenem Ermessen. Es gibt keine Verpflichtung, Artikel zu verfassen oder sich anderweitig zu beteiligen. Damit das Magazin dennoch eine Leser*innenschaft aufrechterhalten, auf Social Media und bei Veranstaltungen präsent oder auch regelmäßig einen Newsletter verschicken kann, muss es Menschen geben, die sich durchgehend verantwortlich fühlen und diese Aufgaben verlässlich und kontinuierlich übernehmen. Das ist ein Job.

...und warnt:

Mit den aktuellen Einnahmen über Steady und Kooperationen können wir den Status Quo nicht aufrechterhalten. Und dieser ist ja bereits eine reduzierte Version unseres vorherigen Engagements: Wir decken deutlich weniger Kinostarts ab als vor der Pandemie, insbesondere im Bereich des Mainstreamkinos. Der Newsletter erscheint statt ursprünglich wöchentlich inzwischen monatlich und unser Podcast mit Rebecca Görmann und Lara Keilbart liegt bis auf Weiteres auf Eis. Tatsächlich haben uns in den letzten Jahren immer wieder Bitten erreicht, wieder mehr aktuelle Kinostarts zu besprechen, denen wir aus Kapazitätsgründen schweren Herzens nicht entsprechen konnten.

Ich kann auch nur meinen bescheidenen Teil beitragen, indem ich hier diesen „Hilferuf" teile und auf die großartige Arbeit auf Filmlöwin hinzuweisen.

Bei Steady bieten wir Monatsabos ab 2,50 Euro an. Selbst wenn nur ein Viertel unserer monatlichen Leser:innen oder Social Media Follower:innen solche Abos abschließen würde, könnten wir eine Redaktionsleitung ausreichend honorieren, um das Fortbestehen von FILMLÖWIN zu sichern.

🖤 David Lynch (1946-2025)

🖤 David Lynch (1946-2025)
David Lynch im Sommer 2007 // (c) Thiago Piccoli unter CC BY 2.0

💔

Rafa Sales Ross (@rafiews.com) 2025-01-16T18:37:25.694Z

Der Tod von David Lynch ist ein unglaublicher Verlust – für seine Familie, seine Freund*innen, die Kunst, die ganze Welt. Es ist einer der wenigen Tode von in der Öffentlichkeit stehenden Menschen, die mich wirklich treffen.

David Lynch Dies: ‘Twin Peaks’, ‘Blue Velvet’, ‘Elephant Man’ & ‘Eraserhead’ Visionary Was 78
David Lynch, the four-time Oscar-nominee behind ‘Blue Velvet,’ ‘Mulholland Drive’ and ‘The Elephant Man’ who also created TV’s ‘Twin Peaks,’ has died at 78.

Über Autokinos und Filmsnobismus

Über Autokinos und Filmsnobismus
Das Starlight Drive-In in „Fallout 4" // (c) Jspoelstra unter CC BY-NC 3.0

Thomas aus der UberBlogr-Nachbarschaft schwelgt in Erinnerungen an Autokinos:

Neulich führte mich ein Spiel an einen besonderen Schauplatz: Es ging in ein heruntergekommenes, altes Autokino. Das erinnerte mich sofort an ein Autokino, in dem ich viele schöne Filmabende verbracht habe. Autokinos hatten in Deutschland ihre Hochphase schon zwischen den 1960ern und den 1980ern. Sie waren also bereits veraltet, als ich erstmals eines besuchte, nämlich das in Köln-Porz. Es war damals echt schon ranzig, aber darum gehörte das für mich zum Erlebnis dazu. Das Kino existierte ganze 57 Jahre lang und schloss erst Ende Oktober 2024.

Lustigerweise hatte ich im vergangenen Jahr ein ganz ähnliches Erlebnis. Während Thomas in Cyberpunk 77 auf ein Freiluftkino mit angeschlossenem Parkplatz stieß, versuchte ich in Fallout 4 in den den völlig heruntergekommenen Überresten eines Autokinos meine Basis einzurichten. Vorführungen gab es leider nicht mehr 😉

Dieser virtuelle Besuch ist bisher tatsächlich mein einziger in einem Autokino gewesen. Irgendwie hat es mich aber auch nie richtig dahingezogen. Als ich Auto fahren konnte, war ich bereits so versnobt, dass mir nur Vorführungen im O-Ton in's Haus – oder besser: vor's Auto – kamen.

Außerdem will ich mir unbekannte Filme unter den bestmöglichen Bedingungen schauen. Deshalb nehme ich etwa auch extrem selten das sehr reichhaltige Sommerkino-Programm hier in Leipzig wahr.

Thomas meint:

Man könnte einwenden, dass man in echten Kinos ein besseres Erlebnis hat – Geschmacksache. Ich finde, das ist wie beim Skifahren und Snowboarden: Beides findet auf der gleichen Piste statt, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Autokino ist etwas völlig anderes als klassisches Kino, und damit definitiv einen Versuch wert. Die Atmosphäre ist unvergleichlich.

Und damit hat er natürlich recht. Wahrscheinlich steht hier tatsächlich mehr das Erlebnis im Vordergrund und mir mein Filmsnobismus im Weg. In Leipzig und näherer Umgebung scheint es derzeit jedoch keins (mehr) zu geben...

Faszination Autokino
Wisst ihr noch? Autokino? Tolle Sache, damals, in den 2000ern.

Jurassic Park, aber die Raptoren entsprechen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen

Jurassic Park, aber die Raptoren entsprechen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen
(c) CoolioArt

CoolioArt hat sich die Mühe gemacht, Blender anzuschmeißen und den Raptoren in Steven Spielbergs JURASSIC PARK ein wissenschaftlich korrektes (Feder-)Kleid überzuziehen.

In der Videobeschreibung gibt's noch mehr Hintergrundwissen:

The animal depicted in this remake is not velociraptor! They're an oversized Deinonychus Antirrhopus, as was the case in the books and original film, just incorrectly lumped into the genus Velociraptor, making them "Velociraptor Antirrhopus." Not Velociraptor mongoliensis, the animal we know as velociraptor.

The real Deinonychus Antirrhopus was about half the size of these guys on average, definitely still able to kill a human though! Otherwise, I have tried to keep them completely faithful to the real dinosaur.

Raptors modeled/animated/rendered in Blender, Final video compositing done in After Effects