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Filme & Serien

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Posts tagged with Filme & Serien

Full of Themselves – An analysis of title drops in movies

Full of Themselves – An analysis of title drops in movies
(c) Dominikus Baur, Alice Thudt
A title drop is when a character in a movie says the title of the movie they're in. Here's a large-scale analysis of 73,921 movies from the last 80 years on how often, when and maybe even why that happens.
Full of Themselves: An analysis of title drops in movies
A title drop is when a character in a movie says the title of the movie they’re in. Here’s a large-scale analysis of 73,921 movies from the last 80 years on how often, when and maybe even why that happens.

(via waxy.org)

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Vollbild-Sondersendung zu THE ZONE OF INTEREST

Vollbild-Sondersendung zu THE ZONE OF INTEREST
(c) Leonine Studios Spielfilm
Immer wieder stellt sich die Frage, wie und ob man überhaupt angemessen filmisch den Zivilisationsbruch der Shoah darstellen kann. „The Zone of Interest“ zeigt das Unzeigbare wie noch nie zuvor: mit indirektem Horror und erschütternder Nüchternheit.
The Zone of Interest: Erschütterndes Erzählen über den Holocaust
Der Film “The Zone of Interest” von Jonathan Glazer erzählt über die Shoah wie kein Film zuvor: mit indirektem Horror und erschütternder Nüchternheit.

Patrick Wellinski hat die jüngste Ausgabe des von mir sehr geschätzten Filmmagazins Vollbild auf Deutschlandfunk Kultur gänzlich Jonathan Glazers Ausnahmefilm THE ZONE OF INTEREST (2023) gewidmet.

Gesprochen hat er mit Christian Friedel, wie er sich der Rolle des Rudolf Höß genähert und den sozusagen unorthodoxen Stil Jonathan Glazers erlebt hat. Mit Marcus Stiglegger ist außerdem ein Filmwissenschaftler zu Gast, der viel über die Form des Films erklärt. Und Christian Berndt fasst die deutsche Filmgeschichte mit Blick auf den Holocaust zusammen.

Ich bin froh, dass es im öffentlich-rechtlichen Journalismus noch derartige Formate gibt – Formate, die sich Monothematik erlauben können und dann auch innerhalb dieses Rahmens ausführliche Gespräche stattfinden können, die keiner schwachsinnigen Formatierung folgen müssen.

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Christian Petzold über die Ästhetik der RAF

Christian Petzold über die Ästhetik der RAF
Christian Petzold auf der Berlinale 2023 // (c) Elena Ternovaja unter CC BY-SA 3.0

Vor mehr als 23 Jahren hat Christian Petzold mit DIE INNERE SICHERHEIT einen Film über ein Paar ehemaliger Linksterrorist*innen, das mit der gemeinsamen Tochter im Untergrund lebt, gemacht.

Anlässlich der Festnahme von Daniela Klette nach mehr als 30 Jahren „Fahndung" hat Petzold deshalb nun mit Deutschlandfunk Kultur über die Ästhetik der RAF und deren Einfluss auf die deutsche Filmkunst gesprochen:

Ich sah die Hubschrauber überm Heinrich-Heine-Platz kreisen. Die Hubschrauber waren gespenstischer als das, was ich mit Daniela Klette in Verbindung bringe. Ich dachte irgendwie jetzt als ob der Staat jetzt ganz gespenstisch ist – auf etwas, das 30 Jahre her ist, nochmal das ganze Aufgebot zu bestellen.

Das fand ich als Gedanken besonders spannend, denn es sagt etwas sehr Kluges über die (ästhetische) Wechselwirkung von Terror und Staat.

Regisseur Petzold: RAF hat auch die Filmszene beeinflusst
Die Festnahme von Daniela Klette erinnert auch an die RAF-Zeit. Fahndungsplakate wären populär wie Che-Guevara-Poster gewesen, meint Regisseur Petzold.

Die Ausgrenzung von İlker Çatak

Die Ausgrenzung von İlker Çatak
İlker Çatak auf der Berlinale 2023 // (c) Harald Krichel unter CC BY-SA 4.0

İlker Çatak, dessen Film DAS LEHRERZIMMER für den Oscar nominiert ist, ist stinksauer und wir sollten ihm alle zuhören. In der Zeit schreibt er (€):

Denn einen Tag später macht mich mein Produzent auf die gesamte Berichterstattung aufmerksam: Sandra Hüller und Wim Wenders, beides tolle Kolleginnen, die ich sehr bewundere, sind auch nominiert und werden immer wieder als "die zwei Deutschen bei den Oscars" genannt und gefeiert. Doch mein Name fällt kaum. Eigentlich gar nicht.

Ich mochte seinen Film ziemlich und muss trotzdem feststellen: Auch bei mir hat die von Çatak absolut zu Recht kritisierte Form der Berichterstattung sozusagen Eindruck hinterlassen. Denn denke ich an die anstehende Oscar-Verleihung aus deutscher Perspektive, sehe ich vor meinem inneren Auge Sandra Hüller, komme dann irgendwann auch auf Wim Wenders, aber die Tür zu DAS LEHRERZIMMER macht mein Hirn eher selten auf.

Im vom Stern wahnsinnig unsouverän geführten Interview – als ob die Hamburger selbst nicht Teil der von Çatak kritisierten Medien wären – formuliert der Filmemacher unmissverständlich, welche gesellschaftlichen Folgen dieser gedankenlose Umgang mit Menschen wie ihm hat.

Stern: Sind Sie stolz auf Ihre Oscar-Nominierung?

Çatak: Ach, der Oscar! Bleiben wir doch mal beim Thema: Warum gab es nie eine Geschichte in den Medien, die in etwa so hätte aussehen können: Das Enkelkind eines Bauern, der erst in Deutschland lesen und schreiben lernte, holt uns nun eine Oscar-Nominierung? Das hätte mal eine schöne Geschichte zum Thema Migration sein können. Aber das hat Sie alle nicht interessiert. Sie interessiert der deutsche Erfolg, und erst wenn ein Verbrechen oder andere Katastrophen passieren, gibt es Headlines zur Migration.

„Doctor Who“ in 2023: eine kreative Bankrotterklärung

„Doctor Who“ in 2023: eine kreative Bankrotterklärung
David Tennant und Catherine Tate im 2023er „Doctor Who"-Special „The Star Beast" // (c) BBC

Ich schaue gerade die vier 2023er Specials von Doctor Who und die zeigen vor allen Dingen eins: wie perfekt die Sterne damals für Russell T. Davies, David Tennant, Billie Piper, Catherine Tate und auch Freema Agyeman in einer Reihe standen. Die beiden treibenden Kräfte dieser Zeit (Davies, Tennant) mit der einen vor dem Doctor keine falsche Bescheidenheit an den Tag legenden Companion (Tate) nochmal in einen Topf zu werfen, verkennt eine damals essenzielle Zutat: Timing. Und das stimmt heute einfach nicht mehr. Magie lässt sich nicht erzwingen oder imitieren. Alleine der Versuch ist eine kreative Bankrotterklärung. Super schade.