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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 84

Gesehen: Vanya on 42nd Street (1994)

Gesehen: Vanya on 42nd Street (1994)
Wallace Shawn als Vanya und Julianne Moore als Yelena // © Mayfair Entertainment International, Film4 Productions, The Vanya Company

Das Theater als einer der letzten Orte, an dem wirklich noch Gesellschaft verhandelt werden kann. Ein Ort, der hier ganz konkret völlig heruntergekommen ist, als Spiegel des Raums, in dem Gesellschaft stattfindet. Fundament und Fassade scheinen noch stabil zu sein, der ganze Rest ist jedoch entweder verrottet oder der Entkernung zum Opfer gefallen.

Doch es bleibt der einzige Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft, verschiedenster Hintergründe, mit vielleicht sogar gegensätzlichen Werten zusammenkommen können. Und es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in und mit den Trümmern zu arbeiten, etwas daraus aufzubauen.

Manche spielen dabei eine Rolle und geben vor, etwas

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Filme, in denen (fast) nicht gesprochen wird – Eine Ergänzung zu No Film Schools Liste

Filme, in denen (fast) nicht gesprochen wird – Eine Ergänzung zu No Film Schools Liste
© Scott Umstattd / Unsplash

Anlässlich des Oscar-Gewinns von FLOW Jason Hellerman für No Film School eine Liste mit sieben tollen Filmen zusammengestellt, in denen wie in dem lettischen Animationsfilm gar nicht oder auch nur sehr wenig gesprochen bzw. auf Dialoge weitestgehend verzichtet wird.

No, I'm not talking about silent films, but more modern movies where characters simply don't talk for most of it.
7 Great Movies That Don’t Have (A lot Of) Dialogue
These movies may not have dialogue, but they still speak volumes.

Diese Liste möchte ich ergänzen, weil mir aus dem Stegreif noch ein paar passende

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Gesehen: Madonnen (2007)

Gesehen: Madonnen (2007)
Sandra Hüller als Rita // © Filmgalerie 451

Dieser Film hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Eigentlich hätte Marie Speths Werk den Titel tragen müssen, den Sandra Wollner 13 Jahre später für ihren Film nutzte: THE TROUBLE WITH BEING BORN. Es gibt kaum einen Satz, der all das mit nur so wenigen Worten beschreibt. Der die unglaubliche Ungerechtigkeit beim Ziehen aus dem Lostopf der Lebenswege so präzise beschreibt. Kein Kind der Welt kann sich aussuchen, in welche Umstände es hineingeboren wird.

Auch Sandra Hüllers Rita konnte das nicht. Sie kennt kein funktionierendes Familienleben, geschweige denn ihren eigenen Vater und offenbar auch keine sicheren ökonomischen wie sozialen

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Firlefänzchen № 11 - Walter Benjamin versteht mich

Firlefänzchen № 11 - Walter Benjamin versteht mich
© Jackie Hope / Unsplash

Hideo Kojimas Death Stranding gehört immer noch zu den faszinierendsten Spieleerlebnissen, die ich jemals hatte. Nun, sechs Jahre nach Release, steht die On the Beach getaufte Fortsetzung in den Startlöchern. Wieder mit dabei sind Léa Seydoux, Norman Reedus, Nicolas Winding Refn und Guillermo del Toro. Dazu gesellen sich George Miller, Fatih Akin, Elle Fanning, Luca Marinelli und Shioli Kutsuna. Irre Liste. Erscheinungstag ist der 26. Juni. Bis dahin kann man sich die Zeit mit dem neuen, knapp zehnminütigen Trailer vertreiben.


Ich fühle mich von Walter Benjamin gesehen und verstanden.

Screenshot ohne persönliche Details, da der Bluesky-Account sich für nicht eingeloggte
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Gesehen: Wicked (2024)

Gesehen: Wicked (2024)
Cynthia Erivo als Elphaba und Ariana Grande als Galinda // © Universal Pictures International Germany

Der Film ist super wirr und es ist extrem anstrengend zu ordnen, wonach hier alles ausgeholt, geschlagen und gegriffen wird – was aber nicht unbedingt schlecht ist. Denn viele Themen sind recht klug verwoben. Klug heißt hier nicht unbedingt subtil, aber man muss sich eben auch immer wieder bewusst werden, dass Musicals und arthousige Nuancierung nicht unbedingt Hand in Hand gehen und das auch gar nicht das Ansinnen ist. Deshalb gibt es den Rassismusdiskurs eben durchgehend dick aufgetragen.

Was sonst noch auf dem Brot landet, wie meine Gedanken zu THE WIZARD OF OZ, als Liste:

  • Hier wird auch miterzählt, wie problematisch
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Firlefänzchen № 10 - Alle Tassen im Schrank?!

Firlefänzchen № 10 - Alle Tassen im Schrank?!
© Praveen kumar Mathivanan / Unsplash

Florian Zandt findet es nicht gut, dass Youtube demnächst die Videos aller Teilnehmer:innen des hauseigenen Partnerprogramms standardmäßig mit Hilfe generativer KI übersetzen wird – also die Ton-, nicht die Untertitelspur. Dass die ganze Nummer bisher auch noch nach dem Opt-out-Prinzip funktionieren soll, geht mir auch gewaltig gegen den Strich. Florian meint:

Prinzipiell kann es in manchen Fällen gut sein, zusätzliche Audiospuren bereitzustellen. Gerade für Leute, die sich eben hauptsächlich über Youtube informieren, aber beispielsweise kein Englisch können. Aber so wie das gerade abläuft, ist das nicht aus Nutzer:innensicht gedacht, sondern allein auf Profitmaximierung durch größere Reichweite ausgerichtet.

P.S.

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