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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 83

Gesehen: Nie wieder schlafen (1992)

Gesehen: Nie wieder schlafen (1992)
Gabi Herz, Christiane Carstens und Lisa Kreuzer // © Filmgalerie 451

Nicht nur eine bloße Antwort auf andere Berlinfilme, die um die Wendezeit herum spielen, sondern ein vollumfänglicher Gegenentwurf zu den Herr Lehmanns, die durch die Berlins in den Paralleluniversen zu Pia Frankenbergs schlurfen. Denn wer in diesem Berlin – entweder kurz vor oder kurz nach der Wende – auf Sinnsuche gehen darf, sind vor allem Männer. Sie dürfen sich ziellos durch die Straßen, in die Arme des Zufalls und vielleicht auch des Glücks treiben lassen.

Aber was tun die Frauen? Den Männern verfallen, ihre Herzen von Männern gebrochen bekommen, zur Randnotiz in den Lebensgeschichten der Herr Lehmanns verkommen – und schließlich sich zu

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Firlefänzchen № 13 - The Newsletter That Eats Its Young

Firlefänzchen № 13 - The Newsletter That Eats Its Young
© Urban Vintage / Unsplash

Im Wiki-Kosmos gibt es das Projekt „Stolpersteine goes Wikidata", das ich ziemlich cool finde. Mal schauen, ob ich noch was von vor meiner Haustür beitragen kann.

Die Vision des Vorhabens ist es, alle Stolpersteine und die Informationen zu Personen und Lage sowie die Bilder digital verfügbar zu machen und miteinander zu verbinden.
Digitale Stolpersteine – Erinnerungskultur trifft auf Innovation
Das Projekt „Stolpersteine nach Wikidata“ vernetzt Gedenkorte digital. Erfahren Sie, wie Wikipedia, Wikidata und Commons zur Erinnerungskultur beitragen.

(gefunden bei VeGaNGoTH aus der UberBlogr-Nachbarschaft)


Apple arbeitet an einem tatsächlichen Babelfisch. Eigentlich ein No-Brainer, wo Simultanübersetzung durch Software

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Gesehen: Glengarry Glen Ross (1992)

Gesehen: Glengarry Glen Ross (1992)
Alex Baldwin als Turbosalesbro // © Turbine Medien

Ein beeindruckend dicht geschriebener wie gespielter Film, der direkt in den Höllenschlund des Kapitalismus hinabblickt. Der Wert eines Menschen bemisst sich nur noch anhand des Umsatzes, den er für das Unternehmen generieren kann. Aus zwischenmenschlichen sind rein transaktionale Beziehungen geworden.

Die ökonomische Abhängigkeit von ausbeuterischen Großkonzernen lässt Menschen zu seelenlosen Entitäten degenerieren, deren einzig verbleinender Reflex der Tritt nach unten zu sein scheint. Die leeren Aufstiegsversprechen gleichen der Karotte an der Angel vor der Nase des Esels, der alle nachgeifern, während sich die gesichtslosen Konzernköpfe die Taschen vollstopfen.

P.S.: Diesen Film werde ich außerdem auf ewig mit dieser großartigen

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Gesehen: Neue Vahr Süd (2010)

Gesehen: Neue Vahr Süd (2010)
Ulrich Matthes und Frederick Lau // © Radio Bremen, WDR, Studio Hamburg

Einfach ein grundsympathischer Film, der zwar viel, aber auch bewusst mit Klischees spielt, das nie überreizt und sich darauf niemals ausruht. So ist letztlich nicht nur eine inspirierende, sondern auch bewegende Geschichte möglich. Eine Geschichte über einen der schwersten aller Prozesse: den Kampf ums Ich. Stehe ich überhaupt hinter den Werten, deren Ästhetik mich als naiver Jugendlicher einst so angezogen und vermeintlich überzeugt haben? Wie erkenne ich „meine" Werte? Wie werde ich überhaupt ich? Erst danach kann ich zusammen mit anderen Menschen ich sein.

★★★½☆

🇩🇪, R: Hermine Huntgeburth, D: Frederick Lau, Eike Weinreich, Miriam Stein, Hinnerk Schönemann, Albrecht Schuch, Rosalie Thomass,
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Gesehen: Les Rendez-vous d'Anna (1978)

Gesehen: Les Rendez-vous d'Anna (1978)
Foto: Fondation Chantal Akerman, Paradise Films, Unité Trois, ZDF, Hélène Films

Ein bemerkenswert vielschichtiges Porträt von Zerrissenheit, das Chantal Akerman hier zeichnet.

Es ist einerseits die Zerrissenheit durch die gesellschaftlich konstruierte und erwartete Rolle der Frau. Du bist zu alt, musst endlich sesshaft werden, eher gestern als morgen heiraten, viele Kinder kriegen und den Haushalt schmeißen – und dir dabei natürlich deine jugendliche Dynamik und Spontanität bewahren.

Andererseits ist da ihre vom gesellschaftlichen Kontext losgelöste, innere Zerrissenheit. Anna ist eine Frau, die unter gar keinen Umständen dem Stillstand verfallen will. Denn der Stillstand, das Feststecken bedeutet den Tod. Wenn sie zu lange an einem Ort bleibt, zieht sich die Schlinge der Dunkelheit

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Firlefänzchen № 12 - Steal this post!

Firlefänzchen № 12 - Steal this post!
© Michael Dziedzic / Unsplash

Die Regierung von Postfaschistin Giorgia Meloni hat übrigens vor dem Internationalen Frauentag einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Femizide zu einem eigenen Straftatbestand machen und und die Morde an Frauen grundsätzlich unter lebenslange Freiheitsstrafe stellen würde. Das berichtet Marc Beise für die Süddeutsche Zeitung. Demnach kritisieren Opferorganisationen aber auch zu Recht, dass das Gesetz keine Ursachen bekämpft.

Italien: Neue Straftatbestand Femizid - mit der härtesten Strafe
Lebenslang für Femizide: Italiens Regierung will eigenen Straftatbestand, wenn Frauen getötet werden, weil sie Frauen sind.

Ich habe mich weitestgehend aus dem Serien-Universum von Star Wars verabschiedet. Trotzdem freue ich mich auf

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