Skip to Content

Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 74

Gesehen: Die Wilden Hühner (2006) - Finster und trostlos

Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Gesehen: Die Wilden Hühner (2006) - Finster und trostlos
© Constantin Film

Prolog: Obwohl ich noch nie Berührungspunkte mit ihrem Werk hatte, habe ich mir die gut sechseinhalb Stunden Alles gesagt? mit Cornelia Funke angehört. Das war insofern bereichernd, weil sie wirklich eine zu mir grundverschiedene Sicht auf Kunst allgemein und Film insbesondere hat, was im produktivsten Sinne sehr irritierend für mich war. Also dachte ich mir: „Schau ich mir doch mal an, was die Verfilmungen ihrer Bücher können, die sie als gut bezeichnet hat."


Wie unterm Strich trostlos dieser Film, wie finster diese Themen sind und wie selbstverständlich das in die Gedankenwelt dieser Preteens verwoben wird, wie konsequent auf Augenhöhe das

Gesehen: Die Wilden Hühner (2006) - Finster und trostlos Read more

Gesehen: The Happening (2008) - It's just a theory, bro

Ein Fest für certified Wahlberg-Hater:innen

Gesehen: The Happening (2008) - It's just a theory, bro
Mark Wahlberg, Ashlyn Sanchez und Zooey Deschanel // © 20th Century Fox

Eigentlich ein ganz netter, wenn auch ambitionsloser Ökothriller, der sich jedoch durch seine immense Wissenschaftsfeindlichkeit permanent untergräbt und in den Schwanz beißt.

Außerdem: Ich bin bezüglich Film nun wirklich kein Logik-Fetischist und bin sofort zur Suspension of Disbelief bereit. Aber selbst mir fiel es hier schwer, so manche Behauptung einfach hinzunehmen, weil eben auch abseits dessen keine anderen Mittel gefunden werden, hier eine schlüssige Erzählung zu knüpfen.

Klar ist also: Mark Wahlberg und Zooey Deschanel bekommen nicht viel an die Hand, mit dem sie arbeiten können. Die Messlatte liegt also gemessen am möglichen Optimum nicht sonderlich hoch. Aber selbst daran

Gesehen: The Happening (2008) - It's just a theory, bro Read more

Gesehen: Die Mörder sind unter uns (1946) - Die tickende Zeitbombe

Barbarei oder keine Barbarei, das ist hier die Frage.

Gesehen: Die Mörder sind unter uns (1946) - Die tickende Zeitbombe
Hildegard Knef und Wilhelm Borchert // © DEFA Filmjuwelen

In einem so nah zum Kriegsende erschienenen Film bereits so viel Graustufe zu sehen, ist für mich beachtlich. Das hat mal positive und mal negative Auswirkungen, ergeht sich jedoch nie platten Relativierungsversuchen.

Der von Wilhelm Borchert gespielte Wehrmachtschirurg wird sich seiner Schuld und der der Männer um ihn herum immer bewusster. Er hadert mit Selbstjustiz und der damit einhergehenden Entscheidung für oder gegen die Barbarei sowie deren Fortbestand.

Nur auf die Idee, sich selbst zur Rechenschaft zu ziehen, kommt er nicht. Genau das macht ihn zum Sinnbild für eine tickende Zeitbombe mitten in der Gesellschaft des deutschen Täter:innenvolks.

Seine

Gesehen: Die Mörder sind unter uns (1946) - Die tickende Zeitbombe Read more

Franz Pökler arbeitet die Corona-Pandemie im Deutschrap auf

140 Minuten wirklich kritisches Denken

Franz Pökler arbeitet die Corona-Pandemie im Deutschrap auf
© 𝕶𝖚𝖒𝖆𝖘 𝕿𝖆𝖛𝖊𝖗𝖓𝖊 / Unsplash

Mein Lieblings-(Deutschrap-)Historiker auf Youtube, Franz Pökler, hat in den vergangenen Monaten die Corona-Pandemie im Deutschrap aufgearbeitet. Ich habe extra mit diesem Post gewartet, bis alle drei Teile erschienen sind.

Streng mit Pöklers Publikum vor Augen, sind diese insgesamt stolzen 140 Minuten aus inhaltlicher Sicht sicherlich selten mehr als eine Predigt zum Chor.

Für mich liegt der große Wert von seinen Videos jedoch darin: Was hier passiert, ist Wissenschaftskommunikation und das Vermitteln von Werkzeugen für tatsächliches kritisches Denken durch die Brille der popkulturellen Realität junger Menschen.

Teil 1: Masken

Teil 2: Impfen

Teil 3: Spalten

Franz Pökler arbeitet die Corona-Pandemie im Deutschrap auf Read more

Timothy Snyders 20 Lessons on Tyranny, vorgelesen von John Lithgow

Weil, warum eigentlich nicht?

Timothy Snyders 20 Lessons on Tyranny, vorgelesen von John Lithgow
© PoliticsGirl

Seit ein paar Wochen ist der Name Timothy Snyder wieder öfter zu lesen. Der Grund sind die Aktionen von Donald Trump und seiner Regierung, wegen denen der Historiker seine Professur an der renommierten Yale University im US-Bundestaat Connecticut aufgibt und mit seiner Familie nach Kanada zieht, wo er das Institut für Moderne Europäische Geschichte der Munk School of Global Affairs and Public Policy an der University of Toronto leiten wird.

Snyder ist einer der klügsten Köpfe ist, wenn es um Autoritarismus geht. Sein Buch On Tyranny: Twenty Lessons from the Twentieth Century (dt. Titel: Über Tyrannei: 20 Lektionen für den

Timothy Snyders 20 Lessons on Tyranny, vorgelesen von John Lithgow Read more

Gesehen: G20 (2025) - Regierungen sind keine Fußballteams

Die „black·ish"-Reunion habe ich mir anders vorgestellt.

Gesehen: G20 (2025) - Regierungen sind keine Fußballteams
Viola Davis als US-Präsidentin Stutton // © Amazon MGM Studios

Hier reihen sich Moment an Moment an Moment an Moment an Moment, bei denen nur vom geschriebenen Wort ausgehend man nur zu dem Schluss kommen kann: Das ist Satire! Nur scheint das niemand Patricia Riggen mitgeteilt zu haben, die hier wirklich einen bierernsten Actionthriller inszeniert hat, der sich wirklich mit extrem wenig zufriedengibt.

Wenn man verschwörungsverbreitenden Terroristen aufs Maul geben kann, ist das schon einen selbstzufriedenen Schulterklopfer wert. Schön zeitgeistig kann man sich dabei fühlen – und progressiv mit, einer Schwarzen Frau in der Rolle der US-Präsidentin, sowieso. Dass man dabei jedoch trotzdem im übertragenen und teilweise auch direkten Sinne das

Gesehen: G20 (2025) - Regierungen sind keine Fußballteams Read more