Diesen einen interessanten Aspekt will ich dem Film nicht absprechen: Joachim Lang inszeniert die Propaganda als Teil der Kriegswirtschaft. Robert Stadlober spricht in der Rolle des Joseph Goebbels an manchen Stellen wortwörtlich davon, dass ihm die Bilder ausgehen – als wären sie (Rüstungs-)Material.
Aber davon abgesehen ist FÜHRER UND VERFÜHRER eine Hülle, die vergeblich mit schwülstig ausgestalteten Figuren aufgefüllt werden soll. Gepaart mit den immer wieder eingestreuten historischen Aufnahmen entsteht so schnell der Eindruck ähnlich eines Dokudramas mit billigen Reenactments wie nachts auf N24.
Endgültig selbst untergräbt sich der Film jedoch durch die Entscheidung, die Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, Elly Gotz,