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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 54

Gesehen: Fear Street: Prom Queen (2025) - Ohne Liebe, ohne Disziplin

Ich sehe nicht, was ich einem Film abgewinnen könnte, der derart von sich selbst angeödet ist.

Gesehen: Fear Street: Prom Queen (2025) - Ohne Liebe, ohne Disziplin
Foto: Netflix

Die FEAR STREET-Trilogie mag nicht der größte Wurf sein, aber immerhin ist den Filmen sowas wie Gestaltungswille anzumerken. Dieses Spin-off ist jedoch FEAR STREET auf Wish bestellt und nervt vor allem durch seine extreme Lieblosigkeit.

Das Budget scheint für die Handvoll Needle-Drops draufgegangen zu sein, weil es jeder Szene an wortwörtlichem Inhalt mangelt. Zu wenig Statist:innen, kümmerliches Szenenbild – in dieser Welt ist einfach nichts lebendig. Also schon lange bevor der Bodycount in die Höhe schnellt.

Wer überzeichnen will, muss sich auch anstrengen, den Bogen zu überspannen. Ein paar hemdsärmelig dahingeschluderte Horrorzitate und zuverlässig an fehlender Disziplin scheiternde Unterlaufungsbemühungen führen

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Gesehen: The Blue Caftan (2022) - Zwischentöne mit Unterstrich

Dieser Film schmerzt – durch seine Nähe zum Kitsch und sein berührend ehrliches Verständnis von Liebe.

Gesehen: The Blue Caftan (2022) - Zwischentöne mit Unterstrich
Foto: Arsenal Filmverleih

Wie sehr diese Frau kämpft gegen ihren Körper, ihre Erkrankung und auch gegen ihren Verstand, der ihr immer wieder sagt: „Dieser Mann wird dich nie so lieben, wie du es begehrst." Doch die lautere Stimme hat immer wieder ihr Herz.

Denn das Herz spürt, dass er sie ebenso liebt. Weil sie ihn gerettet und ihm ein Leben ermöglicht hat. Weil sie ihn gesehen und dennoch nicht verstoßen hat. Es ist eine ehrliche, wahrhaftige Liebe, aber eben kein Begehren.

Doch die reine Liebe, die ist ehrlich, wahrhaftig und grenzenlos. Ihr dabei zuzuschauen, wie sie ihm mit zahlreichen kleinen Gesten einen urteilsfreien

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Gesehen: My Little Loves (1974) - Erzwungenes Erwachsensein

Von paradoxer kindlicher Existenz und einer edgelordigen Kamera

Gesehen: My Little Loves (1974) - Erzwungenes Erwachsensein
Foto: Les Films du Losange, Leonel Films InternationalFoto: Les Films du Losange, Leonel Films International

Ein Kind, dem die Kindheit nicht vergönnt ist, dessen erster Bewusstseinszustand bereits gezwungenermaßen ein erwachsener ist und sein muss, weil die Erwachsenen in einem Zustand ewiger Adoleszenz verharren. Die Rollen und Erwartungshaltungen sind vertauscht, während die Machtdynamik bleibt. Kinder müssen ihre Eltern auf dem Weg durchs Leben an die Hand nehmen und die Miete erwirtschaften. Sie machen erst und lernen hinterher, wie. Die gesamte kindliche Existenz gerät zu einem Paradox.

Der größte Vorwurf, der diesem Film zu machen ist, ist meiner Meinung nach dieses „Boys will be boys"-Motiv. Sich mit dieser pubertär-vulgären Sexualität im Spannungsfeld des verfrühten Zwangs, erwachsen

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Die Scham des Edgelords am 27. Juni 2025

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Anna Wintour, RSS-Feeds und Einlaufmusik beim Bachmannpreis

Die Scham des Edgelords am 27. Juni 2025
Foto: Attentie Attentie / Unsplash

Anna Wintour hört als Chefredakteurin der US-amerikanischen Vogue auf, bleibt aber weiterhin Chief Content Officer beim Mutterverlag Condé Nast. Für Mode interessiere ich mich nicht so sehr, dafür aber für Journalismus – und dass Wintour den weiterhin überblicken darf, ärgert mich. Warum, habe ich schon mal mit meinen Gedanken zu HIGH & LOW, einem Dokumentarfilm über Modedesigner John Galliano, verwoben.

Anna Wintour To Step Down at American Vogue
Anna Wintour has announced her exit as Vogue’s editor-in-chief, a position she’s held at Condé Nast since 1988.

Vielleicht bin ich auch einfach verbohrt. Aber ich

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Gesehen: We Live in Time (2024) - Existieren in Extremen

Es wirklich schwer, diesen Vignetten etwas tatsächlich Profundes abzugewinnen.

Gesehen: We Live in Time (2024) - Existieren in Extremen
Foto: Studiocanal, Peter Mountain

Das war mir alles zu bewusst rührselig. Das ausgemachte Ziel dieses Films scheint zu sein, um jeden Preis zu bewegen. Und dafür scheint ihm jedes noch so banale Mittel recht. Alle Hebel werden mit einer grobschlächtigen Transparenz an den zudem offenkundigen Kern gelegt. Der Film gefällt sich sehr darin, diese mit unglaublicher Bedeutung aufgeladenen Momente ausladend zu zelebrieren und Weltbewegendes zu behaupten, findet dabei aber kaum Zwischentöne. Hier ist alles derart ekstatisch überhöht, dass kaum Tiefenarbeit stattfinden kann. Diese Figuren existieren nur in Extremen und deshalb ist es wirklich schwer, diesen Vignetten etwas tatsächlich Profundes abzugewinnen.

★★½☆☆

🇬🇧, R: John Crowley, D:
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Kein Sprung in die Mülltonne am 26. Juni 2025

Die heutigen Dailies unter anderem mit: einer rafinierten Finte, venezianischem Protest und einem (unfreiwilligen) Eingeständnis

Kein Sprung in die Mülltonne am 26. Juni 2025
Foto: Pawel Czerwinski / Unsplash

My god it got funnier. Venice rules.

LorennaCleary.bsky.social (@lorennacleary.bsky.social) 2025-06-26T06:08:50.684Z

(via Marcus Krueger)


War ja klar, dass sie das durchpeitschen, während alle durch den Bachmannpreis abgelenkt sind 😡


Elias Hirschl fasst bei fm4 Eröffnung...

Los geht der Bewerb wieder mal mit der üblichen Vorstellungsrunde, mit der es der ORF Kärnten Jahr für Jahr schafft, Weltfernsehen wie einen Bezirksliga-Buchstabierwettbewerb aussehen zu lassen.

und ersten Lesetag des Bachmannpreises zusammen.

Tingler sagt, früher hätte er gesagt lieber springe ich in eine Mülltonne und lasse mich anzünden als sowas zu hören, aber heute freut er sich einfach nur
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