Die Ehe als gemeinsames Fundament, auf dem zusammen etwas Neues geschaffen werden, ein progressives Moment entstehen kann – das kontrastiert DRII WINTER mit einer nicht nur örtlich, sondern auch in sich zurückgezogenen Gesellschaft, die à la Michael Haneke bereits so stark vergletschert ist, dass sie in eine Regression geraten ist, dabei jegliche Empathie hinter sich gelassen hat und an einer Existenz auf längst unfruchtbarem Boden festhält. Worte sind nur leere Hüllen ohne Bedeutung, die ausgesprochen werden, um voreinander und vor allem vor sich selbst die Fassade des Menschseins aufrecht zu erhalten. Wer keinen Beitrag zu dieser Art zu leben bereit ist
Gesehen: Drii Winter (2022)
Filmkritik