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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 197

Mein Medienmenü - Woche 05/2024 & WikiFlix

Mein Medienmenü - Woche 05/2024 & WikiFlix
Screenshot: Wikiflix

Coole Idee, auf die ich gestoßen bin: Das Projekt WikiFlix sammelt frei lizenzierte und gemeinfreie Filme in einem netflixartigen Interface. Das hat natürlich noch viel Potenzial nach oben, ist aber schon jetzt so viel besser als direkt im Internet Archive durch den Datenwust zu wühlen. Wikimedia Deutschland hat das Projekt in einem Blogpost auch noch mal genauer beleuchtet.

(Anmerkung zum Screenshot oben: In der „Female Directors“-Kategorie ist direkt Leni Riefenstahls NS-Propagandafilm TRIUMPH DES WILLENS (1935) zu sehen. Ich finde es immer schwierig, solche Werke ohne entsprechende Einordnung zu präsentieren. Die findet hier zwar im Beschreibungstext statt, aber das ist

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Gesehen: The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes (2023)

Gesehen: The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes (2023)
Rachel Zegler und Tom Blyth // (c) Leonine Studios Spielfilm

Weil ich die Romanvorlage nicht gelesen habe, weiß ich natürlich nicht, an welcher Stelle diese katastrophale Entscheidung getroffen wurde. Aber unterm Strich verbringt der Film den Großteil seiner Zeit damit zu erklären, wie sich das mit den Mentor*innen der Tribute ergeben hat. Es ist offensichtlich nicht das eigentliche Ziel des Films, aber das einzige, das er wirklich erreicht. Aber wen interessiert das wirklich? Jedenfalls hat mir dieser Exkurs exakt gar keine neue Erkenntnis über dieses Universum gebracht.

Was der Film hingegen behauptet zu leisten, ist die Ergründung einer Radikalisierung. Wir sehen auch, dass die passiert. Aber das Wie bleibt

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Gesehen: Right Now, Wrong Then (2015)

Gesehen: Right Now, Wrong Then (2015)
Kim Min-hee und Jung Jae-young // (c) Grandfilm

Hilft uns die Kunst, einander besser zu verstehen und klarer zu sehen? Natürlich, aber anders als vielleicht zunächst gedacht. Denn die Kunst mag Ausdruck des Innersten der Künstlerin sein. Aber in Wahrheit lässt sich kein Mensch klar in seiner Kunst wirklich sehen, denn das Kunstwerk wird immer als Filter oder Membran zwischen Betrachterin und Künstler__in bestehen. Wer jemanden wahrhaftig sehen will, der muss sie*ihn beim Schaffen betrachten und nicht nur auf das Ergebnis dieses Prozesses schielen.

★★★★☆

🇰🇷, R: Hong Sang-soo, D: Jung Jae-young, Kim Min-hee, Youn Yuh-jung, Gi Ju-bong, Choi Hwa-jeong, Yu Jun-sang, Seo Young-hwa, Ko A-sung, Trailer
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Gesehen: Polizeiruf 110: Kreise (2015)

Gesehen: Polizeiruf 110: Kreise (2015)
Matthias Brandt und Barbara Auer // (c) Claussen+Putz Filmproduktion, BR, Christian Schulz

Ich hatte beim Schauen mindestens so viel Spaß, wie Christian Petzold beim Schreiben dieses Drehbuchs gehabt haben muss. Wie er den Krimi-Redakteuren der ARD-Anstalten den Mittelfinger zeigt und gleichzeitig vormacht, wie es auch funktionieren kann, das ist Unterhaltung pur.

Hier möchte ich ein paar Stellen, die mir besonders gefallen haben, herausgelöst notieren:

  • [Beim Blick auf die Menge an sichergestellten Zigaretten:] „Sind die alle vom Tatort? Muss ja ganz schön was weggeraucht haben…“ – Ja, diese Feststellung zum Tatort rauscht bei mir so ziemlich jeden Sonntag durch die Timeline.
  • Barbara Auers Kommissarin Hermann wundert sich über Matthias Brandts Kommissar von Meuffels mäandernde
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Gesehen: Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayham (2023)

Gesehen: Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayham (2023)
(c) Paramount Pictures Germany

INTO und ACROSS THE SPIDER-VERSE haben es vorgemacht, eine Tür aufgestoßen und auf der anderen Seite den Boden exzellent bestellt. Dieser Stil scheint wirklich der Way to go für bestimmte Comic-Verfilmungen zu sein. TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES: MUTANT MAYHEM ist kein Trittbrettfahrer oder billiger Abklatsch, sondern schlägt klar eine eigene, wenn auch ähnliche Richtung ein.

Die Turtles waren nie wirklich Teil meiner Kindheit, deshalb kann ich hier gar keine großen Vergleich anstellen oder mit nur hinderlicher Erwartungshaltung an den Film herangehen. Jedenfalls war ich sehr überrascht davon, wie politisch dieser Film doch ist. Der gesamten Geschichte zugrunde liegt nämlich

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Gesehen: The Crime Is Mine (2023)

Gesehen: The Crime Is Mine (2023)
Nadia Tereszkiewicz, Isabelle Huppert und Rebecca Marder // (c) Weltkino Filmverleih

Eine wundervoll leichtfüßig, verspielt und bunt inszenierte Geschichte von Solidarität, die mitunter an den entscheidenden Moment etwas zu dick aufträgt. Vielleicht wird dieser Eindruck durch die im Film breit referenzierten und von François Ozon verehrten Werke von Rainer Werner Fassbinder noch einmal verstärkt. Denn die sind zwar ähnlich klar im Sujet, aber viel feinfühliger. Klar, Ozon wollte hier offenbar Unterhaltung schaffen und seine Kräfte erst gar nicht mit denen Fassbinders messen. Warum sollte er auch? Aber erzählerisches Geschick ist und mainstreamigere Unterhaltung sollten sich doch nicht gegenseitig ausschließen.

P.S.: Die für ihre Verhältnisse absolut entfesselt spielende Isabelle Huppert wirkt

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