Es mag ein bisschen paradox klingen, aber ich fand es super angenehm, wie oft und zuverlässig dieser Film mich zum Stolpern gebracht hat – aber eben nie durch gezielt aus dem Rahmen fallende Irritationen, sondern alleine durch den Verzicht auf dramatische Zu- und Überspitzung. Deshalb kann ich mich auch nicht so recht mit dem Begriff des „Anti-Heist-Films" anfreunden, den ich im Zusammenhang mit THE MASTERMIND schon oft gelesen und gehört habe.
Kelly Reichardt steckt hier nämlich eben nicht am laufenden Band Stöcke zwischen die Speichen – das machen ausschließlich wir als Publikum, weil unser Blick und unsere mit dem Genre verknüpfte Erwartungshaltung