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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 136

Alle Filme in allen deutschen Kinos mit allekinos.de

Alle Filme in allen deutschen Kinos mit allekinos.de
(c) allekinos.de

Drüben bei Maik entdeckt: ein Tool, das auflistet, welche Filme gerade wann in welchem Kino laufen – und das für haufenweise Städte, wenn ich das richtig sehe. Mir gefällt's, das ist wunderbar schnörkellos, übersichtlich und straight to the point.

Alle Kinos in Deutschland
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Alexander Matzkeit über das Raygun-Dilemma

Alexander Matzkeit über das Raygun-Dilemma
(c) Sonia Sanmartin / Unsplash
Ich bin so fasziniert wie überfordert vom Fall der olympischen Breakdancerin Rachael “Raygun” Gunn aus Australien.

Mir geht es wie Alex. Und der hat sich nun die Mühe gemacht, ein bisschen Ordnung in diesen Komplex zu bringen.

Das Raygun-Dilemma
Ich bin so fasziniert wie überfordert vom Fall der olympischen Breakdancerin Rachael “Raygun” Gunn aus Australien.
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Gesehen: Hypnotic (2023)

Gesehen: Hypnotic (2023)
(c) Telepool, CENTRALFILM Verleih

Erstmal ist HYPNOTIC ein unfassbar faul geschriebener Film, der sich anfühlt wie ein Satz Reifen, deren Felgen nicht ordentlich ausgewuchtet worden sind. Wie ein Auto mit diesem Schicksal eiert der Film vor sich hin und sieht sich so offenbar dazu gezwungen, ein paar halbgar aus den Angeln der Realität gehobenen Actionsequenzen immer wieder mit zehnminütigen Expositionsdialogen zu unterbrechen, weil sich diese Welt viel zu schnell abnutzt und so permanent lebenserhaltenden Maßnahmen unterzogen werden muss.

Ich finde aber, dass man ihn ruhig hätte sterben lassen können. Denn was hier präsentiert wird, schrammt bei genauerem Hinsehen wirklich nur knapp an der

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Gesehen: 35 Rhums (2008)

Gesehen: 35 Rhums (2008)
(c) Soudaine Compagnie, Pandora Film, ARTE France Cinéma

So paradox es klingen mag, aber echte Freiheit lässt sich niemals ohne Zwänge und Verbote erreichen. Wer etwa finanzielle Freiheit erlangen möchte, muss sich grob formuliert über Jahre hinweg an den Schreibtisch anketten. Denn vor der finanziellen Freiheit steht der ökonomische und gesellschaftliche Aufstieg – und der gelingt aus einer weniger privilegierten Situation heraus, wenn überhaupt, nur über Bildung.

Die romantische Vorstellung, mit der Dampflok gen Sonnenuntergang zu fahren und dort hinter dem Horizont endlich frei zu sein, ist eine Illusion, weil das eben doch nur auf Schienen funktioniert. Und irgendwann verlernt der Mensch, frei zu sein. Nach Jahrzehnten der

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Gesehen: White Material (2009)

Gesehen: White Material (2009)
(c) Why Not Productions, Wild Bunch, France 3 Cinéma

Ich habe bei Weitem noch nicht alles von Claire Denis gesehen, aber es scheint mir, als ob sie selten so explizit den Kolonialismus ins Zentrum ihrer Erzählung rückt wie hier. Damit meine ich nicht, dass der Kolonialismus in ihren anderen Filmen keine gewichtige Rolle spielt – ganz im Gegenteil. Nur erschien mir oft viel mehr auf der implizierten Ebene abzulaufen. Und hier wird es uns auf dem Silbertablett präsentiert. Und das meine ich ganz wertfrei, es fiel mir nur auf.

Hier bestimmen aus einstigen kolonialen Verhältnissen gewachsene Strukturen mit eindeutig neokolonialistischen Prinzipien die Machtverhältnisse. Und es geht um das plötzliche

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Gesehen: Andrei Rublev (1966)

Gesehen: Andrei Rublev (1966)
(c) trigon-film

Ein schonungsloser Ritt durch Teile der russischen Geschichte, bei dem Kontinuitätslinien des religiösen Fundamentalismus, des größenwahnsinnig-radikalen Nationalismus, der feudalistischen Ausbeutung und Unterdrückung, des Rassismus, der patriarchalen Gewalt und von verschiedensten Rattenfängern.

Wie umgehen mit einer derartigen Vergangenheit, mit im Namen irgendwelcher Säulenheiliger begangenen Verbrechen, die nicht nur immer weiter verklärt werden, sondern wieder als stolze Tradition angeführt werden? Wie können Künstlerinnen unter diesen Umständen schaffen oder sterben Künstlerinnen in einer derartigen Welt bereits vor ihrer fleischlichen Hülle?

All das gipfelt schließlich in einer Sequenz, bei der ich unweigerlich an den letzten Part von Fellinis 8½ denken

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