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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 125

Gesehen: Possession (1981)

Gesehen: Possession (1981)
(c) Bildstörung

POSSESSION ist ein Film, der wahrscheinlich an nur sehr wenigen Orten in dieser Form so gut funktioniert hätte, wie im geteilten Berlin. Hier wird die Stadt zu einem Vorhof der Hölle, weil sie selbst ein Ort ist, an dem immer noch das Böse aus nur scheinbar überwundenen Zeiten wohnt. Ein Ort, an dem Menschen in zwei verschiedene ideologische und räumliche Lager gezwängt werden. Wie ihre Stadt sind die Figuren zerfressen von Paranoia, Kontrollzwängen und ihren fragilen Egos. Die Männer, selbst irreparabel gebrochen, wollen nun um jeden Preis die Frauen mit in ihren Abgrund reißen.

Andrzej Żuławski dreht daraus eine

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Re-Release von David Lynchs Interview Project

Re-Release von David Lynchs Interview Project
(c) David Lynch

Vor 15 Jahren veröffentlichte David Lynch eine von ihm produzierte Doku-Reihe unter Regie seines Sohnes Austin auf seiner Website. Der schlichte Titel: Interview Project.

„Interview Project is a 20.000 mile road trip over 70 days across and back the United States. The team found the people driving along the roads, going into bars, going into different locations and there they were. The people told their story. It’s so fascinating to look and listen to people. What I hope people will get out of Interview Project is a chance to meet these people. It’s something that’s human
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Gesehen: Actual People (2021)

Gesehen: Actual People (2021)
(c) Mubi

Hier stimmt so viel: Die Figuren sind klar gezeichnet, klug beobachtet und ihnen kann trotz all ihrer vermeintlichen Fehler mit Empathie begegnet werden. Alleine aus Gründen meines Alters resoniert der Film in so vielen Momenten mit mir, meinen Erfahrungen und meinem Empfinden.

Dennoch habe ich mir am Ende die Frage gestellt, ob diesem 2021(!) erschienenen Film tatsächlich noch etwas Produktives abzugewinnen ist. Denn letztlich lässt sich hier keine neue „Millennials in der Sinnkrise“-Facette abgewinnen. Es bleibt ein sehr authentisches, aber eben auch ein sehr abgegriffenes Befindlichkeitskino.

★★½☆☆

US, R: Kit Zauhar, D: Kit Zauhar, Scott Mun, Tiye Amenechi,
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Recherche-Tagebuch aus der Ukraine von Arndt Ginzel & Co.

Recherche-Tagebuch aus der Ukraine von Arndt Ginzel & Co.
(c) GKD Journalisten, Journalistenbüro Ginzel Kraushaar Datt

Nachdem Russland die Ukraine im Februar 2022 überfiel, waren Arndt Ginzel und Kollegen sehr früh als Berichterstatter im Kriegsgebiet. Dabei sind verschiedenste Filme für ARD und ZDF entstanden – darunter auch der preisgekrönte WHITE ANGEL – DAS ENDE VON MARINKA (2023), der beim DOK Leipzig Premiere feierte und nun zum Dreiteiler umgeschnitten noch bis zum 20. Februar 2026 in der ZDF-Mediathek steht.

Jetzt sind Ginzel und Kollegen wieder vor Ort unterwegs – und sie haben einen Youtube-Kanal eingerichtet, auf dem sie nun Tagebuchartig von ihrer aktuellen Recherche berichten und im vierten Video bereits ein konkretes Kriegsverbrechen dokumentieren. (Das habe ich hier jedoch bewusst

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Gesehen: Alaska (2023)

Gesehen: Alaska (2023)
(c) Jacob Waak, Wood Water Films, missingFILMs

Ein ganz zarter Hauch magischer Realismus weht hier durch Mecklenburg. Aber auch aus der Ruhe, der Lakonie und der vollzogenen Kreisbewegung heraus entstehen so viele zarte magische Momente ✨ Mit nur sehr wenigen Worten und einer klugen Figurenanordnung sowie -bewegung gelingt dem Film eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit dem Tod, Verlust, Schuld, Reue und Pflichtgefühl. Hier ist es der Tod eines Menschen, der die Hinterbliebenen nicht näher zusammenrücken lässt, sondern auf einen Schlag freilegt, was vorher unausgesprochen blieb und nun an die Oberfläche drängt.

★★★★☆

DE, R: Max Gleschinski, D: Christina Große, Pegah Ferydoni, Karsten Mielke, Milena Dreißig, Trailer, Wikipedia

Danke an Andreas

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Gesehen: Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile (2019)

Gesehen: Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile (2019)
(c) Universal Pictures

Dem nachzufühlen, wie die Ikonenbildung Ted Bundys ablief, ist für eine Mainstream-Unternehmung wie diese hier ziemlich ambitioniert. Deshalb hat es mich auch nicht überrascht, dass der Film an dieser selbst gestellten Aufgabe scheitert. Geärgert hat mich letztlich vor allem die Art und Weise, wie das passiert.

Wie konnte Ted Bundy seine Opfer, die Ermittler*innen, die Justiz und die Öffentlichkeit derart manipulieren? Der Film sucht nach Antworten darauf vor allem im charismatischen und eloquenten Auftreten Bundys. Jedoch braucht es natürlich auch sein System, das diese Eigenschaften potenziert. Neben dem eher ungeschickten öffentlichen Umgang mit Ted Bundy durch die Strafverfolgung

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