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Feuilleton & Firlefanz

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Gesehen: Les Biches (1968)

Gesehen: Les Biches (1968)
(c) Les Films de la Boétie, Alexandra Produzioni Cinematografiche

Eine auf den letzten Metern doch noch gelungen zusammengeschnürte Erzählung von Begehren, Erotik, Liebe, Hass, Zwang, Kontrolle, Macht und deren Missbrauch sowie der provozierenden Gleichzeitigkeit, in der all diese Emotionen und Zustände existieren. Wo verlaufen die Grenzen? Gibt es überhaupt Grenzen oder ist alles eine große Grauzone? Diese Ambiguitäten, dieses Verweigern jeglicher Schubladen spiegelt Chabrol auch in der Sexualität seiner Figuren, dekonstruiert dabei Geschlechterrollen und lässt bürgerliche Kleingeistigkeit auflaufen. Es ist ein wahrer Zirkus – sowohl im artistischen als auch im römischen Sinne.

★★★½☆

FR/IT, R: Claude Chabrol, D: Stéphane Audran, Jacqueline Sassard, Jean-Louis Trintignant, Henri Attal, Dominique Zardi, Trailer, Wikipedia
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Gesehen: Schock (2023)

Gesehen: Schock (2023)
(c) Filmwelt Verleihagentur

Das Auftragskiller-Schema quasi zu invertieren und jemanden zu zeigen, der zwar genauso im Schatten arbeitet, jedoch Kugeln aus Menschen herausholt, das ist schon eine ziemlich coole Idee. So erscheinen bekannte Konstellationen in neuem Licht, was neue Spannungsfelder eröffnet und frische Reibungsflächen entstehen lässt.

Oft kam mir bei der lakonischen Abgeklärtheit der Figuren, der Kühle, Ruhe und dem langsamen Tempo des Films tatsächlich der Gedanke an Thomas Arslans IM SCHATTEN. Doch hier reicht das Selbstbewusstsein letztlich nicht aus, vollends darin aufzugehen. Zu viele halbgare emotionale Köder wirft der Film aus, die nach dem Anbeißen dann einfach zu wenig liefern.

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Gesehen: The Fall Guy (2024)

Gesehen: The Fall Guy (2024)
(c) Universal Pictures International Germany

Mit David Leitch ist der Film natürlich in den besten Händen, denn er huldigt hier ohne jeglichen Zynismus seiner ursprünglichen Zunft und persifliert das Filmbusiness mit einem sympathischen Augenzwinkern. Bemerkenswert ist für mich außerdem, dass hier die digitale Reproduktion ganzer Körper vor der Kamera nicht nur eine Rolle spielt, sondern sehr zeitgeistig einen zentralen Plot Point daraus konstruiert.

Nur davon abgesehen scheint der Weg, den dieser Film beschreitet, bereits ab der ersten Sekunde klar zu sein. Er erfüllt alle Mindestanforderungen an einen massentauglichen Film, der unter dem Deckmantel einer angestaubten IP einfach ein paar Übercharismaten vor der Kamera für

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Gesehen: As Above, So Below (2014)

Gesehen: As Above, So Below (2014)
(c) Universal Pictures

Die größte Stärke dieses Films ist auch gleichzeitig seine größte Schwäche. Das Tempo, mit denen hier Schockmomente geschaffen werden und mit dem dann von einem dieser Momente zum nächsten weitergehastet wird, das erzeugt einen körperlich unangenehmen Malstrom, von dem die Figuren in einen Höllenkreis nach dem anderen hinabgerissen werden.

Es ist jedoch auch genau dieses Tempo, das kaum Raum bietet, viele interessante Angstmomente wirklich entwickeln zu können. Der Film verlässt sich auf die reinen Schockeffekte, zum Nachdenken über deren Auslöser bleibt keine Zeit und so ist der Film an einer in ihren Fundamenten hier auf jeden Fall existenten Ebene

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Gesehen: Wicked Little Letters (2023)

Gesehen: Wicked Little Letters (2023)
(c) Studiocanal

Ich mag doch alberne Filme mit schrulligen Figuren, tollen Schauspielerinnen und dem Herz am richtigen Fleck. Dennoch war das hier total mittelmäßig. Viele Gründe dafür sind struktureller Natur, der Film ist äußerst repetitiv in seinen Motiven, Figurenanordnungen und im Humor.

Allen voran Olivia Coleman, Jessie Buckley und Anjana Vasan sind es, die den Film immer wieder zurück auf den Boden holen. Gerade Coleman spielt hier äußerst filigran und schafft es mit nuanciertem Mienenspiel nahezu wortlos, den für mich interessantesten Part der Geschichte freizulegen: den schamlosen Masochismus innerhalb katholisch geprägter Institutionen. Der Erlöser™ hat gelitten. Wenn wir also auch leiden,

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Gesehen: La bête dans la jungle (2023)

Gesehen: La bête dans la jungle (2023)

Während die Welt da draußen von singulären Ereignissen wie der AIDS-Epidemie, dem 11. September 2001 oder dem Fall der Berliner Mauer mit dem folgenden Zerfall des Eisernen Vorhangs zerklüftet und die Zeit regelrecht aus den Angeln gehoben wird, scheint der namenlose Club ein Refugium zu sein, in dem man noch loslassen kann.

Mir hat die Idee der Türsteherin als eine Figur, die Schicksale kuratiert, richtig gut gefallen. Hier geht es nicht darum, den lockersten Geldbeutel, die heißesten Menschen und das „richtige“ Verhältnis zwischen den Geschlechtern in den Club zu holen. Hier geht es darum, Leben miteinander zu verknüpfen, Verbindungen

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