Es wirkt, als ob Leni Riefenstahl aus der Zwischenhölle heraus gegen diesen Film anargumentiert. Denn es ist wirklich eine Art Dialog mit dem Nachlass Riefenstahls, den Andres Veiel hier anstrebt. Ohne Effekthascherei und komplett in sich ruhend lässt der Film die vergangene Leni Riefenstahl immer und immer wieder voller Selbstbewusstsein auflaufen. Veiel widerlegt Stück für Stück die von Riefenstahl um sich herum gesponnene Legende.
Es mag daran liegen, dass ich am Tag vorher GOLDHAMMER gesehen habe. Aber je tiefer sich die Archiv-Riefenstahl in ihren Bau aus Widersprüchen gräbt, desto überzeugter war ich davon: Wäre die Filmemacherin in unserer Zeit