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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 115

Gesehen: The Man Who Fell to Earth (1976)

Gesehen: The Man Who Fell to Earth (1976)
(c) Arthaus

Konsum ist unser Untergang. Exzentrische Tech-Milliardär*innen werden uns nicht retten. Xenophobie verhindert zivilisatorischen Fortschritt. In fast 50 Jahren hat sich wenig geändert 🤷‍♂️

★★★½☆

US, R: Nicolas Roeg, D: David Bowie, Rip Torn, Candy Clark, Tony Mascia, Buck Henry, Bernie Casey, Adrienne La Russa, Trailer, Wikipedia
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Gesehen: Witches (2024)

Gesehen: Witches (2024)
(c) Mubi

Die Menschen, die hier sprechen, haben alle eine Sache gemeinsam. Damit meine ich jedoch nicht ihre Erfahrungen mit postpartalen psychischen Erkrankungen, sondern ihre soziale und ökonomische Klasse. Wer hier spricht, übt entweder einen kreativen Beruf aus oder ist Doktorin bzw. Professorin. Der Faktor der finanziellen Absicherung scheint hier praktisch keine Rolle zu spielen. Dabei erscheint mir das ein nicht unwesentlicher Umstand zu sein. Doch dieses Privileg wird nur ganz am Rande reflektiert. So wirkt WITCHES stellenweise doch ein bisschen wie ein Youtube-Essay, das an der Überhöhung der eigenen Perspektive krankt. Das macht den Inhalt, die Erfahrungen dieser Frauen jedoch nicht

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Gesehen: Apples (2020)

Gesehen: Apples (2020)
(c) Boo Productions, Lava Films

Wie Christos Nikou hier gewissermaßen mit Negativen von Vereinsamung und Vereinzelung arbeitet, hat mich sehr berührt. Denn es ist nicht die Amnesie, die in der gezeigten Welt aus mysteriösen Gründen immer mehr Menschen erwischt, die den Protagonisten isoliert. Hier ist es der Umstand, dass gefühlt alle um ihn herum ihr Gedächtnis verlieren, nur er nicht, obwohl er sich fast nichts mehr als das wünscht. Er will vergessen, was nicht zu vergessen ist.

Der Film erkundet, wie man wieder dazu kommt, zu tanzen, als ob niemand zuschauen würde. Er umreißt soziale Konstrukte vom "erfüllten" Leben und "tollen" Zeiten, offenbart die Banalität

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Gesehen: House (1977)

Gesehen: House (1977)
(c) Rapid Eye Movies

Im absoluten Wortsinne Wahnsinn.

Vielleicht am klarsten im Vordergrund ist das Verhandeln des japanischen Kriegstraumas, das auch 30 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch tief in der Bevölkerung und besonders bei den Frauen verankert ist. Und wer Traumata nicht verarbeitet, sorgt dafür, dass sich das Grauen – hier kondensiert in Form des Hauses – durch eine Generation nach der anderen frisst.

Das spiegelt gewissermaßen ach die Form wider. Das extrem Fragmentarische, Aufgewühlte und Überdrehte, das hier versucht wird, zusammenzuhalten, ist wie das Ringen um Kohärenz einer in Trümmern liegenden Gesellschaft nach dem Niedergang des faschistischen Staates.

Die Auseinandersetzung mit der faschistischen

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Gesehen: Fancy Dance (2023)

Gesehen: Fancy Dance (2023)
(c) Progress Filmverleih

Indigene Völker werden unter dem Vorwand der Landrückgabe rechtlich abgekapselt und so letztlich in einer Spirale aus Armut, Gewalt und Drogen gefangen gehalten. Es profitiert weiterhin ein über Jahrhunderte gewachsenes, rassistisches und ausbeuterisches System.

Ohne das lässt sich auch diese Geschichte über Familie, kulturelle Verbundenheit, Beharrlichkeit und das Streben nach Gewissheit, um überhaupt wieder nach vorne blicken zu können, nicht erzählen.

Und da es sich hier um ein von Apple eingekauften Film handelt, muss ich ihm schon zugute hießen, dass er durchaus Momente von harter Konsequenz hat, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet habe.

Aber da es sich hier um

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Gesehen: Verbrannte Erde (2024)

Gesehen: Verbrannte Erde (2024)
(c) Piffl Medien, Reinhold Vorschneider, Schramm Film

Der Film öffnet mit Trojan, wie er sich die Handschuhe überstreift, um beim folgenden Einbruch keine Spuren zu hinterlassen. Es ist ein Sinnbild für die gesamte Figur, die sich einem Geist gleich durch die Welt bewegt. Ist er überhaupt noch ein Mensch oder hat er schon die Ebene der physischen Existenz in Teilen verlassen, würde schon gar keine Spuren mehr hinterlassen?

Es ist eine Gratwanderung zwischen Dies- und Jenseits, die hier vollzogen wird. Doch Trojan, so scheint es, hat sich bereits für eine Seite entschieden. Die Welt der Lebenden ist keine Option mehr für ihn. Weil er die klar helfende

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