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Feuilleton & Firlefanz

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Gesehen: Emmanuelle 4 (1984)

Gesehen: Emmanuelle 4 (1984)
Mia Nygren in „Emmanuelle 4" // (c) Studiocanal
Nach Teil 2 keimte insgeheim in mir schon die Hoffnung auf: Ist das etwa eine Reihe, die von Film zu Film besser wird? Es scheint jedenfalls so – wenn auch auf der Talsohle des Niveaus.

Hahahaha, nope. Back to square one. Die veränderten Figurennamen und die Verschachtelung verschiedener Realitäten sind mehr freudianische Anmaßung als Eintauchen in ein komplexes Geflecht aus Abhängigkeiten, Leidenschaft, Hingabe und Selbstermächtigung, wie es der Film vorzutäuschen versucht.

½☆☆☆☆

FR, R: Iris Letans, Francis Leroi, D: Sylvia Kristel, Mia Nygren, Patrick Bauchau, Deborah Power, Sophie Berger, Trailer, Wikipedia
Emmanuelle IV - Stream: Jetzt Film online anschauen
Gibt es Emmanuelle
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Gesehen: Bound (1996)

Gesehen: Bound (1996)
Jennifer Tilly und Gina Gershon in „Bound" // (c) capelight pictures

Was für ein Debüt! Es ist fast schon absurd, wie stilsicher dieser Film ist und wie selbstbewusst hier mit bewährten Genreinstrumenten die traditionelle Struktur aufzubrechen, um mit klarer Handschrift etwas Eigenes zu schaffen. Und das hat mit dem heutigen Wissen um die Transition von Lana und Lilly Wachowski einen noch mal krasseren Impact.

Wie hier diese Anziehung, das Begehren und die Erotik in Szene gesetzt werden, ist genial. Denn das ist nicht nur stylish, sondern lenkt die Blicke zwingend auf die Brüche vermeintlicher Tabus und offenbart die tatsächliche Fluidität einer in Schwarz und Weiß gezeichneten Welt.

Der Macho muss sterben,

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Gesehen: Sweet Smell of Success (1957)

Gesehen: Sweet Smell of Success (1957)
(c) MGM

Die grundlegenden Beobachtungen des Films haben bis heute Gültigkeit. Wer die Mächtigen nicht mehr zur Rechenschaft zieht, sondern des Spektakels wegen ihre Nähe sucht, wird irgendwann unter die Räder kommen oder selbst zum Rad werden.

Wer diesen Film schaut und nur die korrumpierte Presse sieht, sieht nicht das gesamte Bild. Es geht hier nicht nur um das Berufsethos, sondern die Gesamtheit eines kaputten Systems aus Staatsgewalt, vierter Gewalt und Volk, aus dem sich eine Eskalationsspirale immer weiter herausdreht.

US, R: Alexander Mackendrick, D: Tony Curtis, Burt Lancaster, Susan Harrison, Martin Milner, Jeff Donnell, Sam Levene, Joe Frisco, Barbara Nichols, Trailer
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Gesehen: Smile 2 (2024)

Gesehen: Smile 2 (2024)
Naomi Scott in „Smile 2" // (c) Paramount Pictures Deutschland

So richtig kann dieser Film den Traumaporno des Vorgängers nicht hinter sich lassen. Aber er begreift sich auch als Kritik an der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie, in der jede*r mal fünf Minuten im Scheinwerferlicht bekommt bzw. wir als Gesellschaft sie irgendwann aufzwingen.

Das Ergebnis ist in der Regel jedoch immer gleich: ein brutales Aufschlagen auf dem Boden der Realität, während alle Welt schon weiter zum nächsten Tiktok-Video gewischt hat.

Auch seine Verachtung für die Massenkultur kann der Film nicht so recht verstecken. Ob ihm dabei überhaupt klar ist, dass er selbst Teil dieser Maschinerie ist? Ich bin mir da nicht so

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Gesehen: Mädchen in Uniform (1931)

Gesehen: Mädchen in Uniform (1931)
Hertha Thiele in „Mädchen in Uniform) (1931) // (c) Salzgeber

Noch mit der Verfilmung von 1958 im Hinterkopf ist es hier umso beeindruckender, wie offen dieser Film sein Verhältnis zur Homosexualität vor sich herträgt und wie offensiv er dem Faschismus entgegentritt. Während Géza von Radványis Film mit Romy Schneider sich nach den Gräueln der Naziherrschaft scheinbar erst wieder vorsichtig sortieren musste, wird hier noch kampfeslustig erhobenen Hauptes und erhobener Faust agiert. Es geht hier unter diesem Brennglas des Mädcheninternats viel klarer um realpolitische Zusammenhänge, um das faschistische Bestreben, das Individuum verstummen zu lassen, die Aufbegehrenden auszurotten und die Kultivierung permanenter Unsicherheit durch Zuckerbrot und Peitsche.

★★★★☆

🇩🇪, R: Leontine Sagan, D: Emilia
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Gesehen: Goodbye Emmanuelle (1977)

Gesehen: Goodbye Emmanuelle (1977)
(c) Studiocanal

Nach Teil 2 keimte insgeheim in mir schon die Hoffnung auf: Ist das etwa eine Reihe, die von Film zu Film „besser" wird? Es scheint jedenfalls so – wenn auch auf der Talsohle des Niveaus.

Teil 3 reitet zwar weiterhin die Welle kolonialen Anspruchsdenkens, reduziert jedoch den Rassismus deutlich und spielt kaum noch damit, sexualisierter Gewalt etwas Gutes andichten zu wollen.

Dass hier nun zum ersten Mal Eifersucht die Beziehungsdynamik ändert und die beiden dazu zwingt, diese ständig neu zu verhandeln, baut folgerichtig auf dem Vorgänger auf. Es scheint tatsächlich ein Hauch von Mühe durch, die Sexszenen nicht nur durch absurdes

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