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Feuilleton & Firlefanz

Posts on page 105

Gesehen: The Last Stop in Yuma County (2023)

Gesehen: The Last Stop in Yuma County (2023)
Jim Cummings und Jocelin Donahue in „The Last Stop in Yuma County" // (c) Pandastorm Pictures

Nicht sonderlich viel mehr als eine Stilübung. Zwar eine gute Stilübung, aber eben nur eine Stilübung. Die satirische Überhöhung dieser Figuren, dieser Ästhetik, dieser Dramaturgie fügt sich eher nicht zu einem wirklich dichten Werk. Ja, Francis Galluppi hat offenkundig sehr scharf beobachtet, wie die Filme der Tarantinos, der Coens, der Schießmichtots in Teilen funktionieren. Aber letztlich ist unter diesem Kommentar auf die Kolleg*innen wenig eigene Substanz zu finden.

Der für mich interessanteste Betrachtungswinkel war der durch das junge Paar (Sierra McCormick und Ryan Masson) eröffnete. Er betet ihr einen vermeintlichen genialen Plan für den Einbruch bei einem Diamanthändler herunter

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Gesehen: Leaving Las Vegas (1995)

Gesehen: Leaving Las Vegas (1995)
Nicolas Cage und Elisabeth Shue in „Leaving Las Vegas" // (c) Studiocanal, Arthaus

Braucht für meinen Geschmack sehr lang – vielleicht auch zu lang –, um wirklich aus dem Knick zu kommen. Viel Zeit geht für selbstmitleidige Rührseligkeit drauf, bis dann auf den letzten Metern tatsächlich noch die emotionale Dampframme ausgepackt wird.

Wie wunderschön und gleichzeitig schmerzhaft ist es bitte, diesen beiden Figuren zuzusehen. Die beschlossen haben, dass ihr jeweiliges Leben nichts mehr für sie ist. Die sich gegenseitig sehen, akzeptieren, stützen, stärken und schließlich lieben. Die wissen, dass es zu dieser Liebe ein bereits geschriebenes Ende gibt. 💔

★★★½☆

FR/GB/US, R: Mike Figgis, D: Nicolas Cage, Elisabeth Shue, Julian Sands, Trailer, Wikipedia
Leaving Las
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Gesehen: Control (2007)

Gesehen: Control (2007)
Sam Riley in „Control" // (c) capelight pictures

Ach, ich weiß auch nicht. Natürlich sieht das alles wahnsinnig gut aus, gerade Sam Riley und Samantha Morton spielen wirklich exzellent und die Musik ist selbstverständlich großartig.

Es fühlt sich irgendwie schmutzig an, aber ich habe an diesen Clip von Matt Stone und Trey Parker vor Student:innen an der New York University denken müssen: „[...]and if the words ‚and then' belong between those beats, you got something pretty boring. What should happen between every beat that you've written down is either the word ‚therefore' or ‚but'."

Und für meinen Geschmack hat Anton Corbijn hier einfach zu viel „and then"

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Gesehen: Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach (1971)

Gesehen: Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach (1971)
(c) Studiocanal, Arthaus

Ich finde, es nimmt schon fast herzogsche Qualitäten an, wie diese Menschen immer mehr eiinem zum Wahn gewordenen Wunsch verfallen und daran verkümmern. Wie die Vorstellung von Geld und Reichtum als Lösung aller Probleme regelrecht Regression in den Köpfen dieser Männer triggert. Wie sie wie kleine Kinder durch den Wald hüpfen, regelrecht Überfall spielen, bis sie irgendwann nur noch ein Schatten ihrer selbst sind und geistgleich durch die dichtstehenden Bäume schleichen. Wie sie viel zu spät erkennen, dass nicht Geld per se für die soziale Ungleichheit verantwortlich ist und daran zugrunde gehen.

Völlig bizarr ist es für mich zudem, Volker

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Gesehen: The Elephant Man (1980)

Gesehen: The Elephant Man (1980)
John Hurt als John Merrick in David Lynchs „The Elephant Man" // (c) Studicanal, Arthaus

Schon während des Films musste ich vor allem über unseren Drang als Menschen, uns gegenseitig in Schubladen zu stecken, nachdenken. Das wird oft verwechselt mit dem Streben nach Wissen, danach, das Unbekannte zu ergründen. Denn unterm Strich geht es den Menschen um Kontrolle und nicht um Empathie.

Kaum jemand möchte den als „Elephant Man" entmenschlichten John Merrick wirklich verstehen, sonderlich letztlich für eigene Zwecke benutzen oder gar ausbeuten – der sich als Johns „Besitzer" gerierende Anbieter einer sogenannten Freakshow auf jeden Fall, Arzt Frederick Treves mindestens aus medizinischem Interesse und die Schauspielerin Madge Kendal, um sich als sensible und weltoffene Künstlerin

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🖤 David Lynch (1946-2025)

🖤 David Lynch (1946-2025)
David Lynch im Sommer 2007 // (c) Thiago Piccoli unter CC BY 2.0

💔

Rafa Sales Ross (@rafiews.com) 2025-01-16T18:37:25.694Z

Der Tod von David Lynch ist ein unglaublicher Verlust – für seine Familie, seine Freund*innen, die Kunst, die ganze Welt. Es ist einer der wenigen Tode von in der Öffentlichkeit stehenden Menschen, die mich wirklich treffen.

David Lynch Dies: ‘Twin Peaks’, ‘Blue Velvet’, ‘Elephant Man’ & ‘Eraserhead’ Visionary Was 78
David Lynch, the four-time Oscar-nominee behind ‘Blue Velvet,’ ‘Mulholland Drive’ and ‘The Elephant Man’ who also created TV’s ‘Twin Peaks,’ has died at 78.
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