Guadagnino hinkt hier wirklich total behäbig dem allerspätestens seit #MeToo in einer relevanten Breite geführten Diskurs hinterher. Nur, weil jetzt auch die Hochschulen zu einem Ort des rechten Kulturkampfes geworden sind, muss man das jetzt nicht mit allen bekannten Versatzstücken zu irgendeiner angeblich neuen Qualität herbeiintellektualisieren.
Dabei nimmt der Film doch eine kluge Wendung – nur eben erst auf den allerletzten Metern. Zu spät lässt er die Protagonistin ihre Position, ihre Erinnerungen und ihr Weltbild hinterfragen. Zu spät konfrontiert und zwingt er sie, die eigene Rolle als (unbewusste) Täterin, mindestens als Mitwisserin, aber auch als Opfer neu zu bewerten.
Erst an



