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André Pitz

Leipzig, Germany

journalist by trade, cinephile at heart

1345 posts

Posts by André Pitz

Wake up babe am 02. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Steven Soderberghs Tagebuch, dem Videoproblem von Podcasts und Wallpaper-Tricks

Wake up babe am 02. Januar 2026
Bild: Bayarkhuu Battulga / Unsplash

Ich bin nun wirklich keiner von denen, der lamentiert, wie alt er denn schon sei. Aber ich bin immerhin schon alt genug, um die Debatte um den pivot to video in der Podcastszene bereits zum dritten Mal mitzubekommen.

Das ändert jedoch nichts daran, dass Fiona Sturges im Guardian treffend beschreibt, wie Video das Medium verändert – oft nicht unbedingt zum Besseren.

‘Painful to hear!’ How podcasts’ rush to video is turning them into dreadful listens
From Joe Marler’s visual-only stunts to the incomprehensible shuffling sounds Steven Bartlett recently subjected headphone users to, dodgy audio experiences are on the rise
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Gesehen: We Were the Scenery (2025) - Flucht ins Trauma

Eine Geschichte über Zufall, Aneignung und Ausbeutung

Gesehen: We Were the Scenery (2025) - Flucht ins Trauma
Bild: Christopher Radcliff

Da überlebst du einen blutigen Krieg in deinem Land, musst danach flüchten, landest in einem Lager des Roten Kreuzes und wirst dort von einer megalomanischen (und offenbar auch völlig gewissenlosen) Filmproduktion aufgegabelt, damit du als Statist*in in genau den Krieg zurückkehren darfst, den du eigentlich hinter dich gebracht hast.

Das ist einerseits natürlich eine absurde Geschichte eines ziemlich unwahrscheinlichen Zufalls. Andererseits erzählt es auch davon, wie Hollywood sich der Schicksale, der Geschichten und des Leidens von Opfern und Überlebenden aneignet, sie zu unscharfen, gesichtslosen Massen verwäscht und dabei Retraumatisierung billigend in Kauf nimmt.

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Gesehen: Honey Don't! (2025) - Please don't

Hätte man auch lassen können...

Gesehen: Honey Don't! (2025) - Please don't
Foto: Universal Pictures International Germany

Hier verpufft wirklich alles irgendwie im Nichts. Das liegt vor allem daran, dass dem Film der Spagat zwischen Archetypen und Stereotypen nicht gelingt. Die markigen Figuren verkommen zum Selbstzweck, das Bedienen statt Unterlaufen von Klischees zur ermüdenden Leier, die Persiflage zu etwas, an dem man konsequent scheitert.

★½☆☆☆

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Welch im Schrank am 01. Januar 2026 Featured Post

Die heutigen Dailies unter anderem mit: Gemeinfreiheit, Florence und Topos

Welch im Schrank am 01. Januar 2026
Foto: Senad Palic / Unsplash

Frohes Neues! Zum Start ins neue Jahr unter anderem ein paar Dinge, die ich etwa über die vergangenen Feiertage hier angesammelt, aber noch nicht gepostet habe.


The same procedure as every year...

Happy Public Domain Day 2026!
Each January 1st is Public Domain Day, when a new crop of works have their copyrights expire and become free to share and reuse for any purpose. Here’s our highlights for 2026.

Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst,

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Meine 20 Lieblingsfilme in 2025

Gratulation an die zweifache Leonie Benesch!

Meine 20 Lieblingsfilme in 2025

Zwölf von 20 Filmen konnte ich im Kino sehen. (Mein gesamtes Kinojahr habe ich hier abgelegt.) Ein bisschen für mich (wieder)entdeckt habe ich die Sondervorführungen inklusive Filmgesprächen mit den Macher*innen. So konnte ich dieses Jahr Fragen loswerden an: Mascha Schilinski, Burhan Qurbani und Julian Radlmeier.

Wieder hat es ein Dokumentarfilm auf die Liste geschafft, den ich beim DOK Leipzig gesehen habe.

Ein Filmland, das ich mir erst dieses Jahr zum ersten Mal richtig bewusst erschlossen habe, ist Georgien.

Drei zentrale Erkenntnisse meines Filmjahres habe ich drüben bei Kino-Zeit aufgeschrieben. Dort durfte ich auch das Scheinwerferlicht

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Gesehen: Ich war neunzehn (1968) – Sprache, Licht und Schatten

Von Männern, die die Welt mit Krieg überzogen haben...

Gesehen: Ich war neunzehn (1968) – Sprache, Licht und Schatten
Foto: DEFA-Stiftung, Werner Bergmann, Wolfgang Ebert, Bernd Sperberg

Herkunft, Identität und kollektive Schuld werden hier verhandelt über die Sprache und das Spiel mit Licht und Schatten, das immer wieder elegant mit dem Geschehen verwoben wird – etwa durch die durch hartes Gegenlicht kontrastierten Fetzen Kriegsgeschehen oder die wie Geister an den Wänden entlang gleitenden Schatten der SS-Offiziere.

Dass die Rote Armee hier ziemlich gönnerhaft inszeniert ist, sollte natürlich bei einem DEFA-Film nicht unbedingt wundern. Dennoch unterläuft Konrad Wolf zumindest stellenweise die heroischen Motive.

Da ist etwa die traumatisierte junge Deutsche zu Beginn des Films, deren Bernauer Bleibe von den Russen beschlagnahmt wird und sie daraufhin fragt, ob sie in

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