Gesehen: Mountainhead (2025) - Gesiebtes Gelächter
FilmkritikFängt gut an, leiert schwer nach
War dann doch etwas überrascht davon, wie wenig MOUNTAINHEAD auf reinen Pointen fußt. Denn er macht ziemlich konsequent klar, dass es diesen Gestalten nicht einmal vergönnt sein sollte, ausgelacht zu werden. Deren Taten sollen einfach nicht für auch nur das kleinste Fünkchen Freude verantwortlich sein – außer, durch die Gitterstäbe einer Gefängniszelle hindurch.
Dennoch verfällt der Film ziemlich schnell in ermüdendes Leiern, und wiederholt immer und immer wieder die gleichen Psychopathien. Dass es keine ethischen Milliardäre geben kann, ist sehr schnell offenkundige Position von MOUNTAINHEAD. Sich dafür immer und immer wieder Gesinnungsapplaus abzuholen, ist faul.
Was dann aber wiederum für einen Film dieses Kalibers ganz okay funktioniert, ist die in jede Faser mit verwobene Männlichkeitskritik. Diese Typen scheitern krachend an sich selbst, ihrem Alphagehabe, ihren Fehlinterpretationen griechischer und römischer Philosophie und ihrer grenzenlosen Unkultiviertheit. Unermesslicher Reichtum ist kein Gradmesser für Intelligenz, sondern ausschließlich für Skrupellosigkeit. Widerspruch ist keine Hysterie, Macht kein Anrecht.
Es mag zwar vielleicht mit der Realität korrespondieren, dass der Film genau diese Männer dann doch sehr leicht vom Haken lässt. Doch dieses Ende verlangt nach entsprechender Vorbereitung, die hier einfach nicht stattfindet. Das hinterlässt einen unironisch zynischen Nachgeschmack.
★★½☆☆
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