Es sind nicht die Strukturen, die Manipulationen, die abstrusen Verschwörungsideologien und die menschenfeindlichen Weltbilder. Es ist die absolute Schamlosigkeit dieser Gestalten, die der Film besonders gut herausstellt.

Eine der letzten Texttafeln vor den Credits sollte eigentlich kaum überraschen. Und dennoch ist sie ein derartiger gnadenloser Schlag in die Magengrube, der unmissverständlich klarstellt, dass es hier um mehr als ein paar Exzentriker*innen geht, die im Innenhof eines heruntergekommenen Guts Königreich spielen.

Es geht um das systematische Herabwirtschaften von hilfebedürftigen Menschen – psychisch, physisch, wortwörtlich wirtschaftlich. Es ist ein Gefügigmachen mit dem Ziel, einen absolut wehrlosen Menschen bis auf das letzte Gramm Körpergewicht, auf den letzten Moment geistiger Gesundheit und bis auf den letzten Cent ausnehmen zu können, sich skrupellos zu bereichern.

Diese Täter*innen wissen, was sie tun – und lassen sich dabei bereitwillig durch Dritte filmen. Das ist der ultimative Ausdruck der Schamlosigkeit – und der Arroganz in dem Wissen, dass ihnen trotzdem bereitwillig aus der Hand gefressen wird.

Der Film steht noch bis zum 26. Dezember 2026 kostenlos beim ZDF in der Mediathek.

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