Das hat sich für mich sehr danach angefühlt, als ob sich dieser Teil nun mit aller Kraft gegen eine intellektualisierte Rezeption zu wehren versucht – so sehr ist dieser Film auf Überwältigung und sensorische Überreizung ausgelegt.

Natürlich lassen sich die porträtierten Anordnungen auch auf einer rein abstrakten Ebene auseinanderdröseln und bearbeiten. Aber was hier, zumindest bei mir, auf der Ebene des reinen Affekts passiert ist, war enorm und hat formal ähnliches Kino wie das von Gaspar Noé (mit LUX ÆTERNA und CLIMAX) fast schon alt aussehen lassen.

Der Film wagt die permanente Gratwanderung zwischen Solidarität und Isolation, zwischen Unterdrückung und Entfaltung, zwischen Inklusion und Tribalismus.

Am laufenden Band werden Momente produziert (und provoziert), in denen ich einfach schreien wollte – aus Zustimmung, aus Ablehnung oder alleine aus dem Wunsch heraus, dass dieser Albtraum endlich enden möge. Dass es endlich wieder ruhig werde. Dass sich alles füge. Und damit sind wir bzw. war ich schon wieder sehr nah dran an der Protagonistin.

★★★★½

Der Film lässt sich samt dem Nachfolger für einen wirklich sehr schmalen kanadischen Dollar direkt bei Macherin Louise Weard via Gumroad kaufen.

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