Gesehen: Good Boy (2025) - Ellis Rosen grüßt
FilmkritikHund gut, Metapher schwer, Horror behauptet
Ich konnte wirklich nicht anders, als fast die ganze Zeit an diesen Cartoon des großartigen Ellis Rosen zu denken. Denn die Idee des Films ist recht clever und natürlich auch eine Liebeserklärung an Hunde und an das, was sie für uns Menschen sein und leisten können. Aber diese Idee wird recht schnell mit aller Gewalt an die Oberfläche gezerrt und dort überaus dünn ausgebreitet.
Immer und immer wieder müssen wir dem Hund dabei zuschauen, wie er besorgt in mal dunkle, mal erleuchtete Raumecken starrt, dabei mal etwas sieht, mal nicht – immer begleitet von den immergleichen Dolly Zooms und Streichbögen, die sehr langsam über die tiefen Saiten gezogen werden.
Der Horror bleibt so weitestgehend behauptet und nicht erfahrbar. Das mag auch daran liegen, dass das im Verborgenen Lauernde in diesem Film mit nahezu keiner realen Konsequenz verbunden ist, die über die bereits bis kurz vor den Zerreißpunkt gestreckte Metapher hinausgeht.
Es ist ein Film, den man echt mögen möchte. Aber diese Doppelbödigkeit um jeden Preis sorgt hier für keine kluge Erweiterung des Denkraums, sondern eine unnötige Begrenzung desselben.
★★☆☆☆
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