Gesehen: Mission Impossible: The Final Reckoning (2025) - Theatralisch plump
Filmkritik„Mission: Impossible“ ist wohl das Franchise, dem ich am meisten verzeihe
An Plot war die MISSION: IMPOSSIBLE-Reihe noch nie sonderlich groß und mit jedem Teil der Reihe noch ein bisschen weniger interessiert, aber meinem Gefühl nach noch nie so deutlich wie in THE FINAL RECKONING.
Die einzelnen Set Pieces werden zusammengehalten von Mono- und Dialogen in regelrecht shakespearischer Ausprägung. In aller Epik wird erklärt, wie die Weltherrschaft an sich gerissen werden wird, wie eine Figur die andere hintergangen hat, wie nicht nur ein, sondern gleich alle(!) Leben auf dem Spiel stehen, wie nur ein „Wir gegen die Unmöglichkeit" den Fortbestand des Planeten noch retten kann. Das wird mit einer derartigen Theatralik, einer überbordenden Schwulst vorgetragen, dass es unglaublich lächerlich und unglaublich cool zugleich ist.
Die Locations waren okay. Es scheint jedoch unübersehbar durch, dass die Reihe die Welt einfach durchgespielt hat. Die Teammomente sind nett, aber besonders im Kontext der Reihe ziemlich redundant. Das Bemühen von ein paar historischen Gesichtern ist sympathisch, das Durchschneiden durch Momente aus allen Teilen der Reihe in einer fehl am Platz wirkenden Reihe ist einfach nur irritierend. Was fehlt, ist noch mal ein Banger-Einsatz des Themes, das den gesamten Film über ausbleibt.
Warum der Film trotz dieser lauwarmen Worte von mir dreieinhalb Sterne bekommt? Weil ich MISSION: IMPOSSIBLE einfach verdammt viel verzeihe. Weil ich es mag, wie theatralisch plump diese Figuren ausgestellt werden. Weil die Stuntsequenzen immer noch herausstechen. Und weil es nie schmalzige Epiloge gab, die das Team zurückgezogen auf eine einsame tropische Insel zeigen.
★★★½☆
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