Gesehen: Dead of Winter (2025) - Unterm Score erstickt
FilmkritikDas hat Hauschka nicht verdient
Den atmosphärischen Nordic-Noir-Einschlag bekommt der Film schon ganz passabel hin. Doch zu einem harmonischen Gefüge kommt das alles irgendwie nicht zusammen.
Die Regieanweisung an Emma Thompson muss in Richtung „Think Frances McDormand in Fargo, but more like a weirdly artificial caricature" formuliert gewesen sein. Sie muss so viel Energie für diese sehr brachial angelegten Manierismen aufbringen, dass charakterliche Nuancierung meistens eher abgeht.
Aber auch das Drehbuch tut wenig dafür, die Figuren und ihr Handeln glaubhaft vorzubereiten. So bekommen wir eine Aneinanderreihung von zugegebenermaßen atmosphärisch dichten Spannungsmomenten präsentiert, die jedoch nur durch eine wirklich ungelenk-hemdsärmelige Exposition zusammengehalten werden können.
Komplett erstickt wird das alles jedoch unter dem Score von Volker Bertelmann – der ist mal arg wuchtig komponiert, mal einfach zu prominent über die Bilder gelegt.
★★☆☆☆
Ab 19. Februar 2026 in den deuschen Kinos
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