Wake up babe am 02. Januar 2026
(Almost) DailiesDie heutigen Dailies unter anderem mit: Steven Soderberghs Tagebuch, dem Videoproblem von Podcasts und Wallpaper-Tricks
Ich bin nun wirklich keiner von denen, der lamentiert, wie alt er denn schon sei. Aber ich bin immerhin schon alt genug, um die Debatte um den pivot to video in der Podcastszene bereits zum dritten Mal mitzubekommen.
Das ändert jedoch nichts daran, dass Fiona Sturges im Guardian treffend beschreibt, wie Video das Medium verändert – oft nicht unbedingt zum Besseren.

Die (Almost) Dailies sind mein kuratierter Blick auf das Internet – irgendwo zwischen (Pop-)Kultur, Medien, Politik und dem ganzen anderen Wahnsinn. Wenn du magst, auch in deinem Postfach!
Wake up babe, new Üüberblick just dropped!
Denn das ist der aus meiner Sicht ganz entscheidende Punkt. Frust und Trauer müssen raus, um nicht bitter zu machen. Aber gezielt – und nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Wenn Diskussionen über Klima im öffentlichen Raum Orte der Bitterkeit sind, Diskurse jeden, der sich ihnen nähert, in einen dunklen Strudel ziehen, wird sich ihnen niemand mehr nähern.

Robert Draper hat zum Abschluss von 2025 in der New York Times eine ausufernde Reinwaschung von Marjorie Taylor Greene veröffentlicht. Das ist jedenfalls meine Einschätzung. Denn meiner Meinung nach inszeniert diese Bleiwüste MTG als legitime Teilnehmerin gesellschaftlich vertretbaren Diskurses – als ob es etwa die jewish space lasers nie gegeben hätte –, die sich nun mit den Konsequenzen ihrer Rhetorik und ihres politischen Handelns konfrontiert und überfordert sieht.
Dennoch lässt sich aus dem Artikel viel herausziehen, das nicht explizit beim Namen genannt wird. Es ist sehr leicht, vor allem von meinem deutschen Sofa aus, die MAGA-Meute als dumm zu bezeichnen. In diesem Artikel (der sich übrigens auch einfach nebenbei anhören lässt) wird aber deutlich, wie einfältig manche dieser Fußsoldat*innen tatsächlich zu sein scheinen. Und das ist natürlich überaus gefährlich, wenn auf dieser Grundlage politische Entscheidungen getroffen werden, die die Leben von Millionen von Menschen verändern – vor allem zum Schlechteren.
Steven Soderbergh hat wieder aufgeschrieben, was er im vergangenen Jahr alles gesehen und gelesen hat. Dieser ganz kreative Input bei gleichzeitigem kreativen Output ist immer wieder krass im Vergleich zu sehen.

Gewohnt zuverlässig: die Kolleg*innen von Monopol.

Wild, was man mit der Kurzbefehle-App alles an coolen Spielereien veranstalten kann.





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