Kinotagebuch: Moana 2 (2024)
Eigentlich gefällt mir, wie der Film nicht vor finsteren Momenten zurückschreckt und dabei von einer klaren Comic-Ästhetik sogar in eine nach düsterem Realismus strebende Bildsprache kippt. Aber das alleine reicht natürlich noch nicht, um dem auf banalste Motive reduzierten Folklore-Kitsch und wahnsinnig einfältigen Liedern etwas entgegensetzen zu können. Außerdem ist eine Geschichte vom Überwinden des Isolationismus automatisch weniger Wert, wenn sie nicht ohne die Erzählung vom Tod im Dienste des eigenen Volkes auskommt.
Ein absolut wilder Moment: Der von Halbgott Maui halb gerappte Song klingt einfach wie „Bitte bitte" von den Ärzten.