Es ist schon ganz cool, wie der Film mit seiner eigenen Medialität spielt, dabei drei Ebenen – den Film im Film, den eigentlichen Film und wir vor der Kinoleinwand/dem Bildschirm – aufzieht und so auch Querverbindungen zur Gegenwart sichtbar macht. Denn die heutigen Bestrebungen evangelikaler Christ*innen, vor allem in den USA, bergen dieselben regressiven Vorstellungen von Kunst, medialer Gewalt und Sexualmoral wie der von Satanic Panic in Beschlag genommene Teil der 1980er MAXXINES. Ein Salto zurück in die gesellschaftliche Steinzeit als fundamentalistische Utopie aufklärungsfeindlicher religiöser Fanatiker*innen mit einem Faible für Autokratien.
Darüber hinaus lässt sich der Film auch noch dankbar als Reflexion der Rolle der Frau in Kunst und Gesellschaft, als Metapher auf die gnadenlose Maschinerie Hollywoods oder als Sektion patriarchaler Gewalt lesen. Das ist alles nicht schlecht, aber hier eben auch nur auf dem Niveau eines einer aufgeklärten Gesellschaft angemessenen Minimalkonsenses. Der Film reibt sich in meinen Augen letztlich an weniger, als es zunächst scheinen mag.
★★★½☆
