Kinotagebuch: Killers of the Flower Moon (2023) - Akribisch bieder

Ein fast dreieinhalbstündige Versuch, DiCaprios angestrengte Stirnfalten auf ewig in die Leinwand zu brennen.

Kinotagebuch: Killers of the Flower Moon (2023) - Akribisch bieder

Wirklich begeistert hat mich, wie akribisch der Stoff das perfide System, die Struktur hinter den kaltblütigen Morden an den Osage herausarbeitet und wie Stück für Stück die Ohnmacht überhand nimmt, wenn durchdringt, dass das Morden völlig unabhängig von Ernest Burkharts Entscheidungen weitergegangen wäre.

Leonardo DiCaprio als Schauspieler ist immer schwerer zu ertragen. KILLERS OF THE FLOWER MOON ist der fast dreieinhalbstündige Versuch, seine angestrengten Stirnfalten auf ewig in die Leinwand zu brennen. Es ist schon lustig zu sehen, mit wie viel Schweiß sich DiCaprio um Intensität bemüht und Lily Gladstone stoisch in die Kamera blickt und dabei mehr transportiert als DiCaprio wahrscheinlich seine ganze Karriere lang nicht geschafft hat.

Inszenatorisch ist der Film zudem arg bieder. Scorsese geht in keiner Minute mal ein Wagnis ein oder sucht nach weniger ausgetretenen Pfaden. Stattdessen: Scheuklappen. Und die trägt er auch sonst beim Erzählen, das nahezu ausschließlich über einen krampfhaft ausbuchstabierten Plot passiert.

Nach OPPENHEIMER ist das nun schon der zweite mehr als drei Stunden lange Film in diesem Kinojahr, an dem ich wahnsinnig viel zu kritisieren und mich dann doch abgeholt genug gefühlt habe. Es ist verzwickt 🤷‍♂️ Kino ❤️

★★★☆☆

🇺🇸, R: Martin Scorsese, D: Leonardo DiCaprio, Lily Gladstone, Robert De Niro, Jesse Plemons, Trailer, Letterboxd, Wikipedia

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A ★★★ review of Killers of the Flower Moon (2023)
Wirklich begeistert hat mich, wie akribisch der Stoff das perfide System, die Struktur hinter den kaltblütigen Morden an den Osage herausarbeitet und wie Stück für Stück die Ohnmacht überhand nimmt, wenn durchdringt, dass das Morden völlig unabhängig von Ernest Burkharts Entscheidungen weitergegangen wäre. Leonardo DiCaprio als Schauspieler ist immer schwerer zu ertragen. KILLERS OF THE FLOWER MOON ist der fast dreieinhalbstündige Versuch, seine angestrengten Stirnfalten auf ewig in die Leinwand zu brennen. Es ist schon lustig zu sehen, mit wie viel Schweiß sich DiCaprio um Intensität bemüht und Lily Gladstone stoisch in die Kamera blickt und dabei mehr transportiert als