Das Wochenendmenü #21 – What We Do in the Shadows, Hunt for the Wilderpeople & Popstar

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Das Wochenendmenü #21 ist nicht billig, weil derzeit alle drei Filme nur leihbar und leider kein Teil irgendeiner Flatrate sind. Aber vertraut mir, es lohnt sich trotzdem! Und außerdem: neuseeländische Filme laufen eh viel zu sehr unter dem deutschen Radar. Die Links findet ihr in meiner Bio!⁣ ⁣ 🎬 What We Do in the Shadows – #WhatWeDoInTheShadows stammt aus der Feder der neuseeländischen Masterminds von Jemaine Clement und Taika Waititi. Die Mockumentary über eine Vampir-WG in Wellington gehört meiner Meinung nach easy zu den lustigsten Filmen der letzten 15 Jahre – absurd, clever, klamaukig und jeden Cent wert! Remember, we’re werewolves not swearwolves!⁣ ⁣ 🎬 Hunt for the Wilderpeople – Wir bleiben bei @taikawaititi, der vor THOR RAGNAROK und JOJO RABBIT mit @huntforthewilderpeople endlich international größere Beachtung gefunden hat. Der Film trägt ebenfalls den WHAT WE DO IN THE SHADOWS zugrunde liegenden Humor mit sowohl subtilen als auch In-your-face-Gags in sich. Dazu kommt eine überragend gute Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern @samneilltheprop und @juliandennison, die sowohl herzliche, dramatische, traurige als auch komische Szenen problemlos tragen.⁣ ⁣ 🎬 Popstar: Never Stop Never Stopping – Es bleibt lustig, aber dieser letzte Tipp für dieses Wochenende ist so richtig over the top. @popstarmovie parodiert das Musikbusiness und wie es heuchelnd jegliche Form von Kreativität und Menschlichkeit ohne mit der Wimper zu zucken begräbt. Wie es jedoch leider so oft mit Parodien oder satirischen Werken ist, schafft es der Film nicht bis zum Ende seine anfänglich so brillante Dichte aufrechtzuerhalten. Doch diese Schwäche wird mit urkomischen Song-Parodien ausgeglichen. Ach ja: Das alles kommt von @thelonelyisland!⁣ ⁣ ⁣ ___⁣ #HuntForTheWilderpeople #TaikaWaititi #JemaineClement #mockumentary #TheLonelyIsland #JizzInMyPants #popstarmovie #comedy #movies #films #cinema #cinephile #flicks #movietime🎬 #streaming #goodmovie #moviejunkie #movielovers #movierecommendation #movieaddict

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The Big Shit: Filmreleases im digitalen Zeitalter

Zum ersten Mal bin ich, wie viele andere auch, zum diesjährigen Sundance Film Festival im Januar auf THE BIG SICK aufmerksam geworden. Früher wäre auch schwierig geworden, denn der Film feierte dort Premiere. Meine Twitter-Timeline war gefüllt mit überschwänglichem Lob und auch Amazon schien die kleine Rom-Com zu gefallen. Der Studio-Arm des Handelsriesen (u. a. THE NEON DEMON, MANCHESTER BY THE SEA) zog schließlich den zwölf Millionen Dollar schweren Distributionsdeal an Land. Bis Juni dauerte es, bis der Film schließlich im Limited Release über ein paar US-Leinwände flackerte. Der Wide Release folgte einen Monat später, seit Anfang September kann man den Streifen digital erwerben – vorausgesetzt, man lebt in den USA. Deutschland sitzt immer noch auf dem Trockenen. Hierzulande ist der Kinostart erst für Mitte November geplant. Und wer weiß, wann der Film danach auf iTunes und Co. landet.

Dem durchschnittlichen Kinogänger mag das egal sein. Vermutlich hat er noch nie von THE BIG SICK gehört. Für Filmnerds wie mich ist diese Release-Politik jedoch mehr als frustrierend. Denn während sich das US-Publikum den Film bereits bequem und vor allen Dingen völlig legal ins Wohnzimmer holen kann, sind mir die Hände gebunden. Klar könnte ich mir einen amerikanischen iTunes-Account organisieren oder einfach auf illegale Downloads zurückgreifen. Wirkliche Hürden sind das nicht. Aber das kann und sollte doch nicht die Lösung sein. In einem mittlerweile völlig durchdigitalisierten Zeitalter der Filmdistribution kann ich diese verzögerte und vor allem regionalisierte Veröffentlichungspolitik nicht verstehen. Es spielt für mich auch keine Rolle, welche Deals im Hintergrund Auslöser dieser Situation sein könnten. Was zählt, ist das, was bei mir ankommt. Und das ist gerade einfach gar nichts. Am Ende des Tages fühle ich mich etwas auf den Arm genommen.