📝 Project Power (2020) – Kreative Bankrotterklärung zwischen Youtube-Vlog und Michael Bay

PROJECT POWER heißt der neue hochkarätig besetzte Action-Blockbuster aus dem Hause Netflix. Jamie Foxx, Joseph Gordon-Levitt und Dominique Fishback prügeln und ballern sich durch New Orleans. Dort sind sie auf der Suche nach dem Ursprung von “Power” – einer Droge, die einem nach dem Einwerfen fünf Minuten lang eine Random-Superkraft verleiht. Mit Shelfd habe ich mir für musikexpress.de selbst ein paar Pillen eingeschmissen. Wie der Trip war, könnt ihr bei den Kolleg*innen nachlesen.

Screenshot: musikexpress.de

“Frische Ideen in Drehbuch und Inszenierung sind während des Produktionsprozesses wohl vor einen Bus gelaufen. Stattdessen präsentieren Joost und Schulman fast zwei Stunden einen visuellen Brei, der einer Mixtur aus Vlog und Michael Bays „Bad Boys“ gleicht. Und beim Gott des absurd überzogenen Color-Gradings: Ist das wirklich ein Erbe, das man als junger und aufstrebender Regisseur mit rund 85 Millionen US-Dollar Netflix-Money in der Tasche unbedingt antreten möchte?”

„Project Power“ auf Netflix: Kreative Bankrotterklärung zwischen Youtube-Vlog und Michael Bay – musikexpress.de

>> Zu meiner kompletten Kritik auf musikexpress.de geht es hier lang.

📝 How to Sell Drugs Online Fast (Staffel 2) – Mit Mühe über den Berg der Belanglosigkeit

Ich bin heute besonders früh aufgestanden (nach journalistischer Zeitrechnung), um mir die neue und damit zweite Staffel der deutschen Netflix-Produktion HOW TO SELL DRUGS ONLINE (FAST) anzuschauen. Ob die sich auch lohnt, habe ich mit Shelfd für Musikexpress aufgeschrieben.

Screenshot: musikexpress.de

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🗣 Shelfd und das Synchro-Dilemma

Shelfd ist ein tolles Projekt. Das Team behält die Mediatheken der TV-Sender im Blick und präsentiert daraus die besten Stücke – im Newsletter und seit ein paar Wochen auch auf einer schicken Webseite. Auf dem Papier ist das für On-Demand-Konsumenten wie mich wahnsinnig hilfreich und unverzichtbar. Und trotzdem habe ich mir bisher leider kaum eine der Mediatheks-Empfehlungen angeschaut. Shelfd trifft dabei jedoch keine Schuld.

Ich möchte damit keine Diskussion über die Qualität oder Notwendigkeit von Synchronfassungen usw. anzetteln. Aber ich bevorzuge Filme und Serien mittlerweile einfach mit Originalton. Services wie Netflix, Amazon Prime Video und iTunes kommen mir deshalb ganz gelegen, denn dort kann ich größtenteils selbst entscheiden, welche Sprachfassung (mit optionalen Untertiteln) abgespielt werden soll.

In den Mediatheken deutscher Fernsehsender kann ich das entweder gar nicht oder nur sehr selten. Technisch kann es dafür eigentlich keine Ursachen geben. Also entweder wird diese Option bewusst nicht implementiert (unverständlich) oder es hat lizenztechnische Gründe (zusätzliche Sprachfassung = 💰💰💰). Die Details spielen für Konsumenten wie mich am Ende des Tages aber einfach keine Rolle. Die Empfehlung von Shelfd nehme ich trotzdem gerne mit, ziehe damit aber an den Mediatheken vorbei und gehe direkt zu kostenpflichtigen VOD-Anbietern. Die wird’s freuen, die Ad-Server privater Sender nicht.