📝 Der Prinz aus Zamunda 2 (2021) – Weder „woke” noch witzig

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DER PRINZ AUS ZAMUNDA 2 ist so sehr in der Struktur des Vorgängers gefangen, dass er nicht viel mehr als das leise Echo eines zumindest ansatzweise fortschrittlich in die Zukunft schauenden – jedenfalls im Kontext des Hollywood-Mainstreams der 1980er – Films darstellt. Wo Akeem noch mit veralteten Konventionen wie der Zwangsheirat brach, herrscht nun 30 Zamunda-Jahre später immer noch absoluter Stillstand. Der König gewordene Prinz scheint sich weiterhin von den königlichen Wäscherinnen beim morgendlichen Bad gründlich „säubern” zu lassen und mehr als nur ein Auge auf knapp bekleidete Tänzerinnen zu werfen. „Ab jetzt wird sich alles ändern”, verspricht Akeem trotzdem sinngemäß zum Schluss. Doch es ist zu spät. Das Franchise ist verdorben.

„Der Prinz aus Zamunda 2” bei Amazon Prime Video: Weder „woke” noch witzig – musikexpress.de

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📝 Billie Eilish: The World’s a Little Blurry (2021) – In dieser Doku ist nicht nur die Welt unscharf

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BILLIE EILISH: THE WORLD’S A LITTLE BLURRY schafft es, die Zuschauer*innen innerhalb der monumentalen Spielzeit von zweieinhalb Stunden durch ein Wechselbad der Gefühle zu schicken. Einerseits ist der Film „eine radikal ehrliche Doku über einen Teenager, der zur Ikone wird”, wie Kritiker David Ehrlich für „Indiewire“ schreibt. Andererseits ist der Film Teil der Entertainment-Maschinerie – und auch des Problems, indem er die Schattenseiten des Ruhms nur vermeintlich kritisch betrachtet und sich so letztlich mit der ungesunden Legendenbildung innerhalb der Musikindustrie gemein macht.

„Billie Eilish: The World’s a Little Blurry” bei Apple TV+: In dieser Doku ist nicht nur die Welt unscharf – musikexpress.de

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📝 News of the World (2020) – Texas first, Drehbuch second!

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Letztlich landeten die Rechte bei Netflix und „Neues aus der Welt” damit auch direkt in unseren Wohnzimmern. Die richtige Entscheidung? Bestimmt, denn für die große Leinwand fehlt es NEWS OF THE WORLD eindeutig an visuell beeindruckenden Momenten. Und auch im Drehbuch gibt es kaum Stellen, die einen die Finger in die Armlehnen eines Kinosessels krallen lassen würden. Das wohl größte Problem des neuesten Greengrass-Streifens im Western-Setting ist jedoch die verquere Perspektive. Denn der Film erzählt nicht etwa über die Vergangenheit, um so die Gegenwart besser zu verstehen. Er erzählt vielmehr aus der Gegenwart und trägt dabei ein Cowboy-Kostüm.

„Neues aus der Welt” auf Netflix: Texas first, Drehbuch second! – musikexpress.de

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