🎬 LSC6: Murder by Death (1976) – Vollkommen harmlos

Die Challenge in dieser Woche ist, einen bisher ungesehenen Film zu schauen, in dem entweder Nicholas Ray, Satyajit Ray, Ray Winstone, oder Fay Wray mitgespielt oder im Regiestuhl gesessen haben.


MURDER BY DEATH ist albern – nur eben leider größtenteils das plumpe und nicht das clevere Albern. Trotzdem hat es Neil Simon geschafft, mehr unterhaltsame Stellen als solche, die es nicht sind, im Drehbuch unterzubringen. Der Film nimmt vollkommen harmlos (und in Teilen rassistisch) die verschiedenen Auswüchse des Whodunit-Genres aufs Korn. Zu Größerem verhelfen dabei auch Alec Guinness, David Niven, Maggie Smith, Peter Sellers, Peter Falk und Truman Capote persönlich leider nicht.


📝 „The Mandalorian” (Staffel 2): Wohin geht die Reise des zahnlosen Tigers?

Screenshot: musikexpress.de

Disney scheint die Zukunft des Franchises ganz offensichtlich in der Vergangenheit zu sehen. Aber ist das ein Problem? Denn „The Mandalorian” schafft es mühelos, die altbekannte und von Die-hard-Fans so hochgehaltene Atmosphäre zu erzeugen. Man fühlt sich direkt zu Hause, muss praktisch keine neuen Kompromisse eingehen und kann sich im scheinbar niemals im Wandel befindenden, abgewetzten Universum ergehen.

„The Mandalorian” (Staffel 2) auf Disney+: Wohin geht die Reise des zahnlosen Tigers? – musikexpress.de

>> Zu meiner kompletten Einschätzung auf musikexpress.de geht’s hier lang.

🎬 LSC6: Near Dark (1987) – Vogelfrei und doch gefangen

Die Challenge in dieser Woche ist, einen bisher ungesehenen, von einer Frau inszenierten Horror-Film zu schauen.


Mit NEAR DARK hat Kathryn Bigelow das stilistische Fundament für die später folgenden POINT BREAK (1991) und STRANGE DAYS (1995) gelegt – und das bereits extrem konsequent und vor Selbstbewusstsein nur so strotzend.

Doch NEAR DARK ist keineswegs nur Style over Substance. Vielmehr kommentiert der Film gesellschaftskritisch im Groben und feministisch im Speziellen.

Bigelow benutzt eine Vampirgang, um die verbohrte Ignoranz des Mittleren Westens an die Oberfläche zu befördern. Denn diese Kreaturen sind vermeintlich vogelfrei und letztlich doch gefangen – in der Nacht und unter sich. Denn der bloße Hauch von Andersartigkeit reicht bereits, um nicht mehr in der gesellschaftlichen Mitte akzeptiert zu werden.

Gleichzeitig zeigt Jenny Wrights „Mae“ als scheinbares Mauerblümchen unter den Blutsaugern, was aufgrund angeblicher Schwäche unterdrückte Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft (oder eben in diesem Fall einem Haufen verrückter Vampire) permanent ertragen müssen.


🎬 LSC6: Lesbian Vampire Killers (2009) – Ein Worst-of

Die Challenge in dieser Woche ist, einen bisher ungesehenen, seit dem Jahr 2000 erschienenen Vampirfilm zu schauen.


LESBIAN VAMPIRE KILLERS – das Worst of SCOOBY-DOO, VAN HELSING und 300. Mehr kann und will ich dazu eigentlich auch gar nicht sagen.


🎬 LSC6: Creep (2014) – Wenn das Gute im Menschen gegen die Wand läuft

Die Challenge in dieser Woche ist, einen bisher ungesehenen Mumblegore-Film zu schauen.


Was soll ich sagen? CREEP verwendet sehr viel Zeit darauf, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken. Zu viel Zeit. Denn wenn der Film beginnt, wirklich interessant zu werden und die Oberfläche verlässt, ist bereits zu viel Zeit vergangen, um noch wirklich mitgerissen zu werden.

Dabei hat es CREEP gar nicht nötig, zunächst praktisch nur über Jump-Scares zu schocken. Denn der wahre Grusel, die wahren Schockmomente liegen nicht in Horror-Mechaniken längst vergangener Jahrzehnte, sondern im Inneren von Mark Duplass’ Charakter Josef. Denn der verbiegt jegliche Wahrnehmung von Wahrheit und lässt das Gute im Menschen immer und immer wieder gegen eine Wand laufen.