🍽 Das Wochenendmenü #7 – Kikis kleiner Lieferservice, The Invisible Man & Lästerschwestern

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Das #Wochenendmenü Nr. 7 ist hiermit aufgetischt! Ich hoffe, euch geht es gut. Da wir gerade alle viel mehr Zeit zu Hause verbringen, hoffe ich, meine Tipps helfen ein bisscheb beim Zeitvertreib. Die Links zur aktuellen Ausgabe und zum Archiv findet ihr in meiner Bio. Bleibt gesund!⁣ ⁣ 🎬 Kikis kleiner Lieferservice – Hayao Miyazakis Meisterwerk über die kleine Hexe Kiki, die mit 13 ihre Familie verlässt, um die letzten Meter zur fertig ausgebildeten Hexe auf eigenen Füßen zu gehen. Ein herzerwärmender Film über das Erwachsenwerden und die ersten selbstständigen Schritte, mit dem sich die Welt für einen Moment ausblenden lässt – und das gilt nicht nur für Kinder. Der Film ist außerdem Teil des grandiosen #StudioGhibli-Portfolios, das derzeit auf @netflixde zu sehen ist.⁣ ⁣ 🎬 The Invisible Man – Einer der Filme, deren Kinostart dem #Coronavirus zum Opfer fiel. Stattdessen gibt es ihn nun zum Leihen (für satte 17,99 Euro auf diversen Portalen). #TheInvisibleMan lässt sich als Social Thriller in der Art von GET OUT oder US auffassen. Er bedient sich nicht einfach unreflektiert an konventionellen Horror-Tropen, sondern hebt deren Einsatz auf eine gesellschaftliche Ebene. So werden psychischer und physischer Missbrauch sowie häusliche Gewalt zu einer Dimension des Horrors, der unserer Gesellschaft vertrauter ist, als sie sich einzugestehen bereit ist.⁣ ⁣ Es ist nicht nur der Mann, der unsichtbar ist. Es ist die Art von Gewalt, für die er steht – die, die hinter verschlossenen Türen, im Schlafzimmer, im Kopf geschieht. Die, die einen dazu bringt, sich zu wünschen, man wäre unsichtbar.⁣ ⁣ 🎧 Lästerschwestern – Eigentlich dachte ich immer, ich kenne mich relativ gut im deutschen Internet aus. Und dann kamen @robbubble und @hainda mit ihrem Podcast daher und eröffneten mir einen interessanten aber auch ziemlich bizarren Einblick in die deutsche Youtube-Szene. Einmal pro Woche auf eine scheinbare Parallelwelt zu schauen ist nicht nur spannend, sondern ob der auf der Videoplattform erzielten reichweiten auch durchaus wichtig.⁣ ⁣ ⁣ ___⁣ #podcast #podcastlove #goodmovies #cinephile #moviebuff #movies #filme #cinephilecommunity #ghiblimovies #HayaoMiyazaki #kikisdeliveryservice

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🎬 The Big Shit: Filmreleases im digitalen Zeitalter

Zum ersten Mal bin ich, wie viele andere auch, zum diesjährigen Sundance Film Festival im Januar auf THE BIG SICK aufmerksam geworden. Früher wäre auch schwierig geworden, denn der Film feierte dort Premiere. Meine Twitter-Timeline war gefüllt mit überschwänglichem Lob und auch Amazon schien die kleine Rom-Com zu gefallen. Der Studio-Arm des Handelsriesen (u. a. THE NEON DEMON, MANCHESTER BY THE SEA) zog schließlich den zwölf Millionen Dollar schweren Distributionsdeal an Land. Bis Juni dauerte es, bis der Film schließlich im Limited Release über ein paar US-Leinwände flackerte. Der Wide Release folgte einen Monat später, seit Anfang September kann man den Streifen digital erwerben – vorausgesetzt, man lebt in den USA. Deutschland sitzt immer noch auf dem Trockenen. Hierzulande ist der Kinostart erst für Mitte November geplant. Und wer weiß, wann der Film danach auf iTunes und Co. landet.

Dem durchschnittlichen Kinogänger mag das egal sein. Vermutlich hat er noch nie von THE BIG SICK gehört. Für Filmnerds wie mich ist diese Release-Politik jedoch mehr als frustrierend. Denn während sich das US-Publikum den Film bereits bequem und vor allen Dingen völlig legal ins Wohnzimmer holen kann, sind mir die Hände gebunden. Klar könnte ich mir einen amerikanischen iTunes-Account organisieren oder einfach auf illegale Downloads zurückgreifen. Wirkliche Hürden sind das nicht. Aber das kann und sollte doch nicht die Lösung sein. In einem mittlerweile völlig durchdigitalisierten Zeitalter der Filmdistribution kann ich diese verzögerte und vor allem regionalisierte Veröffentlichungspolitik nicht verstehen. Es spielt für mich auch keine Rolle, welche Deals im Hintergrund Auslöser dieser Situation sein könnten. Was zählt, ist das, was bei mir ankommt. Und das ist gerade einfach gar nichts. Am Ende des Tages fühle ich mich etwas auf den Arm genommen.