The Devil All the Time (2020) – Viel Zynismus ohne Botschaft

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THE DEVIL ALL THE TIME interessiert sich nicht für die Ursache, sondern nur für die Wirkung. Der Film propagiert, dass alle Menschen schlecht sind – selbst dann, wenn sie versuchen, Gutes zu tun. Was an Arvin Russells Weg nachgezeichnet wird, der bereit ist, seine Familie wider allen besseren Wissens bis aufs Blut zu verteidigen. Ein Versuch der Ergründung dieser Entwicklung bleibt aus. Das Werk von Campos beschäftigt sich lieber auf der Meta-Ebene mit der Dekonstruktion des „amerikanischen Idylls“. Diese scheinbar traumhafte Fassade will er zertrümmern, um direkt ins Auge der dahinter liegenden Finsternis zu blicken.

„The Devil All The Time” auf Netflix: Viel Zynismus ohne Botschaft – musikexpress.de

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I’m Thinking of Ending Things (2020) – Mehr als nur eine neurotische Nabelschau?

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“[…]Damit wird I’M THINKING OF ENDING THINGS zum Horror durch die Hintertür – einer, der sich unbemerkt anschleicht, mit verwirrenden Timeline-Spielchen tarnt und seine Zuschauer*innen plötzlich mit den Scherben ihres Selbstwertes konfrontiert. Oder eben einer, dem nur mit schulterzuckendem Abwinken zu begegnen ist. Denn Charlie Kaufmans Filme sind niemals kompromissbereit – I’M THINKING OF ENDING THINGS ist da keine Ausnahme. Sie sind Manifestation seiner Neurosen, die man entweder teilt, zumindest auf einer metaphorischen Ebene interessant findet oder als egozentrische Selbstbeweihräucherung abtut. Bitte denke niemals darüber nach, die Dinge zu beenden, Charlie Kaufman.”

„I’m Thinking of Ending Things” auf Netflix: Mehr als nur eine neurotische Nabelschau? – musikexpress.de

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